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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 55. Band, (Jahrgang 1867)

Aristotelische  Studien.

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dass  in  dem  Begriffe  von  neLweder  das  Merkmal  der  Dauer,
nock  das  der  Unbeständigkeit  liegt,  sondern  zu  ihm  das  eine  und
das  andere  determinirend  hinzutreten  kann;  es  gibt  ndSrj  napa[j.6-vip.a
  dvGxivnza  ebenso  gut  wie  ndSri  pqdico?  dialv6p.su  a.
Die  Unterscheidung  der  in  dem  Wesensbegriffe  eines  Dinges
enthaltenen  und  das  Wesen  constituirenden  Qualität  (rö  kciöv  zö  iv
ty)  ovaia,  V7  oiaipopa)  von  den  dem  Dinge  ausserdem  zukommenden
Eigenschaften  (naSrizixdv  noiöv,  «■«■So?),  die  wir  so  eben  auf  dem
Gebiete  der  Veränderung  angewendet  sahen,  finden  wir  in  etwas
modificirter  Gestalt  auf  dem  logisch-metaphysischen  Gebiete  wieder.
Das  Wesen  des  geradlinigen  Dreiecks  ist  dadurch  bestimmt,  dass
dasselbe  eine  ebene,  von  drei  geraden  Linien  begrenzte  Figur  ist;
mit  diesem  Wesen  des  geradlinigen  Dreiecks  ist  nothwendig  verbunden, ­
  dass  die  Winkelsumme  gleich  zwei  Rechten  ist.  Diese  in
dem  Wesensbegriffe  selbst  nicht  bereits  ausgesprochene,  aber
ihm  nothwendig  angehörige  Eigenschaft  ist  ein  vTxdpyov  xa3’  avrö,
ovp.ßsßY)xd;  xa3-’  aözo  oder  ntxSo?  xaS’  avzo,  vgl.  sxaazov  S 1  in:cazdp.eSa
  [J.Y]  y.azä  mp.ßsßr/y.6$,  oztxv  xaz’  ixsTvo  yivwaxo)p.EV
o  onapysi,  ix  rcöv  apyjüv  zü>v  ixstvov  vj  ixsTvo,  oFov  zö  ovaiv  cpSaTg
Xaaq  iysiv,  co  vnapysi  zcc5’  aözo  zö  slpvipiivov  An.  post,  a  9.
76  u  7,  und  was  hier  als  önäpyov  xaS'  aözo  bezeichnet  ist,  dasri3svai

  eU  "ä  7evos  zo  jrsirovSo?  Top.  8  S.  126  b  34.  In  den  Kategorien  dagegen ­
  werden  die  ?ra3vjrcxac  noi6zr,zt;  nicht  zurückgeführt  auf  ein  7fa3os
des  dem  irocöv  zu  Grunde  liegenden  Substrates,  sondern  darauf  dass  jede
derselben  xscrä  za;  ainäriasi;  nxSov;  jroivjrcxv;  sei  9  b  S,  mit  Ausnahme  der
Farben,  welche  allerdings  auf  ein  iriSo;  des  vrroxEi'fjisvov  zurückgeführt
werden  9  b  9—19.  Diese  Erklärung  ist  um  so  auffallender,  da  leicht  zu
ersehen  ist,  dass  vollkommen  dieselben  Mittel,  durch  welche  die  Farben
aIs~a3os  toO  Ö7roxeifiA>ou  nachgewiesen  werden,  sich  auch  auf  die  anderen
dort  zur  Sprache  gebrachten  Eigenschaften  anwenden  lassen.  Ob  man
darin  ein  Zeichen  finden  dürfe  für  nicht-aristotelisehen  Ursprung  dev  Kategorien, ­
  oder  ob  man  vielmehr  ein  Schwanken  in  Aristoteles’  eigener
Auffassung  anzuerkennen  habe,  wage  ich  noch  nicht  zu  entscheiden.
Einigermassen  vergleichen  Hesse  sich  für  die  letztere  Annahme  der  Umstand, ­
  dass  z.  B.  in  der  Meteorologie  Wärme  und  Kälte,  indem  sie  r.aärt
genannt  werden,  unverkennbar  als  ein  ttx3o$  der  u'Xvj  betrachtet  sind,  vgl.
die  oben  S.  30  angeführten  Stellen,  und  dass  doch  anderseits  in  demselben ­
  Zusammenhänge  ausgesprochen  wird  naSa;  zi  rd  Sepiiöv  ainär,-asm;
  ioziv  Meteor,  a  3.  340  a  lö.
            
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