Beiträge zur altern deutschen Spräche und Literatur.
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Nachträge und Verbesserungen.
Zur Einleitung S. 18, 8. Ein anderes Beispiel der Entlehnung
liefert folgende Stelle:
Per Abraham quoque noster spiritus, per ancillam nostra earo,
per filium ejus carnalia opera disignantur. Per liberam aninia, per filium
ejus spiritualia opera figurantur. Sicut ergo Sara despicientem se
Agar afflixit, et Ismahel ad mortis periculum Ysaac impellentem
ejici jussit, sic anima, quae est domina, carnem, ancillam suam, se
contemnentem jejuniis et vigiliis affligat. Filium ejus persequentem
filium id est carnale opus impediens spirituale, efficiat:
herilem filium, id est bonum opus pariat, qui gaudium haereditatis
Domini capiat. Spec. eccl. bei Honor. p. 895. A.
I, 9—12 könnten vielleicht besser heissen:
Duo er die wise duo gewan,
duo fiten si ze dem munster gän
unt sungen ez da got ze eren
joch zuo genäde ir aller selew.
III, 8—12 Diese Verse dürften besser heissen:
der untriwe du ne pfligest.
du gäbe uns einen geint vü heren,
den schölte wir vil wo! eren.
[daz was der guote suöent tach,
neheines werches er me phlahc.]
[du spräche], ub wir din gebot behielten
daz wir paradyses gewielten.
Es ist nicht so wahrscheinlich, dass der Dichter mitten in der
feierlichen Anrede an Chris,tus, seines Herrn erwähnt haben sollte,
nachdem er ihn bereits I, 1. genannt hat, als dass sich die Stelle auf
die geistige Schöpfung des Menschen bezieht, worauf auch die Glosse
des Schreibers vollkommen passt, dass dann der gute siebente Tag
folgte, an welchem Gott keines Werkes mehr pflag, d. i. nicht mehr
schuf (vgl. Genes. Diem. 8, 27).