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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 55. Band, (Jahrgang 1867)

Aristotelische  Studien.

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und  der  Brunst  der  Thiere  werden,  freilich  in  einem  unechten  Abschnitte ­
  der  Thiergeschichte  y.  5.  637  a  36,  b  4.  6.  637  b  25  na.-3'np.aza
  genannt,  während  sie  in  demselben  Abschnitte  637  b  9
unterschiedslos  KäSr,  heissen.  Ebenso  wechselt  in  der  unaristotelischen ­
  Schrift  über  die  Bewegung  der  Thiere  zur  Bezeichnung  derjenigen ­
  körperlichen  Vorgänge,  durch  welche  die  Bewegungen  erklärt ­
  werden,  naSr/pccza  8.  702  a  2.  11.  703  b  19  mit  nd.3ri  7.
701  b  23,  29.  8.  702  a  18.  Die  Sinneswahrnehmung,  aXa3r 1 p.a,
fanden  wir  oben  als  ein  jzd3og  zov  aia3avop.ivm  bezeichnet  Met.  7  5.
1010  b  33;  dem  steht  es  gleich,  dass  die  einzelnen  Vorstellungen
von  Dingen  ~a3r,'J.aza  zfjg  tpvyrig,  na3rjp.aza  iv  zy3  '•p’/'/ß  genannt
werden  Herrn.  1.  16  «  6,  3,  im  Unterschiede  einerseits  von  den
Dingen  selbst,  anderseits  von  den  in  der  Sprache  enthaltenen
blossen  Zeichen  der  Vorstellungen.  In  der  Discussion  der  Frage
über  die  Selbständigkeit  der  Seele  oder  ihre  untrennbare  Vereinigung ­
  mit  dem  Körper  werden  die  Vorgänge  und  Thätigkeiten  der
Seele  bald  ~.a.3r t ,  epya  '/.cd  ~d3r,.  bald  ep-/a  -/.cd  7za3~bp.ci.Tix  genannt
Psych.  a  1.  403  a  10,  3,  vgl.  b  12.  5.  409  b  15,  in  so  vollkommen
gleicher  Weise,  dass  jeder  Versuch  einer  Unterscheidung  zwischen
na3og  und  nd3-gp.a  dadurch  abgewehrt  ist.  s )  An  den  Zusammen-8

 )  Aus  diesen  und  den  folgenden  Stellen,  in  denen  ich  einen  Beleg  für  die
Identität  von  koBt,  und  ;ra>/;p.ara  sehe,  folgert  Bernays  S.  19S  gerade  das
Gegentheil.  Zu  der  ersteren  Psyeh.  a  403  a  10  et  piv  o-jv  iazl  n  räiv
zfjg  ipw/J/jg  ep7mv  vj  Kc/Sir/j.i.rrjiv  Xfhov,  ivSiyyoi-’  äv  aür^v  )(wpt^eo3at,  bemerkt ­
  Bernays;  „wie  Ip-ya  hier  die  festen  und  dauernden  Thätigkeiten
sind,  so  müssen  7ra^p.ara  entsprechend  die  ebenso  festen  und  dauernden
passiven  Eigenschaften  und  Affeetionen  sein“.  Dass  das  fragliche  Merkmal
der  Festigkeit  und  Dauer  in  £p7«  unbegründet  hineingptragen  ist,  werden
die  oben  S.  23  für  den  Gebrauch  von  Ip'/a  /.cd  jräSvj  beigebrachten  Beispiele ­
  lehren;  also  schwindet  jeder  Anlass  zu  der  hieraus  für  TtaS^para
gezogenen  Folgerung.  Übrigens  wäre  es  geradezu  unpassend,  wenn  Aristoteles ­
  hier  für  die  psychischen  Vorgänge  einen  Ausdruck  gewählt  hätte,
der  wirklich  auf  den  Umfang  der  bleibenden  und  festen  beschränkt  wäre;
denn  es  kommt  ja  doch  darauf  an,  ob  irgend  ein  psychischer  Vorgang
der  Seele  ausschliesslich  ohne  Mitbetheiligung  des  Körpers  eignet;  um
diesen  Gedanken  auszudrücken,  darf  nicht  schon  im  voraus  aus  dem  Gebiete ­
  der  Seelenerscheinungen  nur  ein  bestimmter  Theil  herausgehoben
werden.  Nach  diesen  aus  der  Stelle  selbst  sieh  ergebenden  Erwägungen
vergleiche  man  nun  die  Parallelstellen  aus  der  Psychologie,  namentlich  die
in  unmittelbarster  Nähe  und  im  Zusammenhänge  derselben  Frage  403  a  3
            
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