Aristotelische Studien.
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und der Brunst der Thiere werden, freilich in einem unechten Abschnitte
der Thiergeschichte y. 5. 637 a 36, b 4. 6. 637 b 25 na.-3'np.aza
genannt, während sie in demselben Abschnitte 637 b 9
unterschiedslos KäSr, heissen. Ebenso wechselt in der unaristotelischen
Schrift über die Bewegung der Thiere zur Bezeichnung derjenigen
körperlichen Vorgänge, durch welche die Bewegungen erklärt
werden, naSr/pccza 8. 702 a 2. 11. 703 b 19 mit nd.3ri 7.
701 b 23, 29. 8. 702 a 18. Die Sinneswahrnehmung, aXa3r 1 p.a,
fanden wir oben als ein jzd3og zov aia3avop.ivm bezeichnet Met. 7 5.
1010 b 33; dem steht es gleich, dass die einzelnen Vorstellungen
von Dingen ~a3r,'J.aza zfjg tpvyrig, na3rjp.aza iv zy3 '•p’/'/ß genannt
werden Herrn. 1. 16 « 6, 3, im Unterschiede einerseits von den
Dingen selbst, anderseits von den in der Sprache enthaltenen
blossen Zeichen der Vorstellungen. In der Discussion der Frage
über die Selbständigkeit der Seele oder ihre untrennbare Vereinigung
mit dem Körper werden die Vorgänge und Thätigkeiten der
Seele bald ~.a.3r t , epya '/.cd ~d3r,. bald ep-/a -/.cd 7za3~bp.ci.Tix genannt
Psych. a 1. 403 a 10, 3, vgl. b 12. 5. 409 b 15, in so vollkommen
gleicher Weise, dass jeder Versuch einer Unterscheidung zwischen
na3og und nd3-gp.a dadurch abgewehrt ist. s ) An den Zusammen-8
) Aus diesen und den folgenden Stellen, in denen ich einen Beleg für die
Identität von koBt, und ;ra>/;p.ara sehe, folgert Bernays S. 19S gerade das
Gegentheil. Zu der ersteren Psyeh. a 403 a 10 et piv o-jv iazl n räiv
zfjg ipw/J/jg ep7mv vj Kc/Sir/j.i.rrjiv Xfhov, ivSiyyoi-’ äv aür^v )(wpt^eo3at, bemerkt
Bernays; „wie Ip-ya hier die festen und dauernden Thätigkeiten
sind, so müssen 7ra^p.ara entsprechend die ebenso festen und dauernden
passiven Eigenschaften und Affeetionen sein“. Dass das fragliche Merkmal
der Festigkeit und Dauer in £p7« unbegründet hineingptragen ist, werden
die oben S. 23 für den Gebrauch von Ip'/a /.cd jräSvj beigebrachten Beispiele
lehren; also schwindet jeder Anlass zu der hieraus für TtaS^para
gezogenen Folgerung. Übrigens wäre es geradezu unpassend, wenn Aristoteles
hier für die psychischen Vorgänge einen Ausdruck gewählt hätte,
der wirklich auf den Umfang der bleibenden und festen beschränkt wäre;
denn es kommt ja doch darauf an, ob irgend ein psychischer Vorgang
der Seele ausschliesslich ohne Mitbetheiligung des Körpers eignet; um
diesen Gedanken auszudrücken, darf nicht schon im voraus aus dem Gebiete
der Seelenerscheinungen nur ein bestimmter Theil herausgehoben
werden. Nach diesen aus der Stelle selbst sieh ergebenden Erwägungen
vergleiche man nun die Parallelstellen aus der Psychologie, namentlich die
in unmittelbarster Nähe und im Zusammenhänge derselben Frage 403 a 3