Beiträge zur altern deutschen Sprache und Literatur.
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vielen muthigen Unternehmungen den Dienst versagte, da rief einer
aus der Zahl der Priester aus, sie handelten unrecht, dass sie auf ihre
Waffen mehr, als auf Gott Hoffnung und starkes Vertrauen setzten
und das Unglück, in das sie mit seiner Zulassung gerathen wären,
durch eigene Kräfte abzuwehren versuchten; deswegen linde er es
für gut, sich zu ergeben, zumal da eine schon dreitägige Nahrungslosigkeit
sie für kriegerische Tliaten völlig untauglich gemacht hätte;
es sei Gott nicht schwer, ihnen auch nach ihrer Übergabe und Unterjochung
durch den Feind Barmherzigkeit zu erzeigen, ihm, der so oft
die Seinigen selbst aus der grössten Bedrängniss wunderbar befreit
hätte; und, um auch dieses noch hinzuzufügen: die Barbaren setzten
ihnen mit so grossem Kraftaufwand keineswegs deshalb zu, um sie zu
tödten, sondern um ihre Schätze zu rauben; hätten sie sich deren bemächtigt,
so würde man sie selbst alsdann frei und unverletzt, ohne
Gewalttätigkeit, ohne Beschwerde ziehen lassen. Dieser Vorschlag
gefiel Allen, sie wendeten sich sogleich von den Waffen zur Bitte und
ersuchten den Feind durch einen Dollmetscher, dass er ihre Ergebung
annehmen möge. Auf diese Nachricht spornt der Anführer der Araber
sein Boss und sprengt zu den vordersten Reihen; er heisst die andern
weiter zurückgehen, um zu verhüten, dass nicht durch die unvorsichtig
zugelassene Menge die Beute ohne Ordnung zersplittert werde. Er
selbst nahm siebenzehn der Angesehensten seines Volkes zu sich,
zog in das nun offene Lager ein, und liess an den Thoren zum Schutze
seinen Sohn zurück, damit nicht etwa irgend ein Beutegieriger hinter
ihnen unberufen eindränge. Als er dann auf angelegter Leiter in das
obere Stockwerk, wo die Bischöfe von Mainz und Babenberg sich geborgen
hatten, mit einigen Wenigen gestiegen war, so ersuchte ihn
der Bischof von Babenberg, welchem, ob er gleich an Jahren jünger
war, doch wegen des Vorzugs seiner Tugenden und seiner wunderbar
würdevollen äusseren Erscheinung von allen vorzügliche Ehre
erwiesen wurde, dass er alles, was sie hätten, bis auf den letzten
Heller nehmen und sie nackt und blos ziehen lassen möchte. Jener,
übermüthig durch seinen Sieg und ausser der angeborenen Wildheit
der Sitten, noch durch den in so vielen Gefechten erlittenen Verlust
in hohem Grade aufgebracht, erwiderte, dass er gegen sie schon
drei Tage lang nicht ohne grossen Verlust seines Heeres Krieg geführt
habe, um dem Besiegten seine Bedingungen aufzulegen, nicht
aber, um sich solche von ihnen vorschreiben lassen; damit sie nun