Beiträge zur altern deutschen Sprache und Literatur.
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II. Ein gotis crapht in drin ginennidin,
dest oucli gildn den selin
di si habint ungisclieidin,
rät gihugidi mid dim willin.
3. dise dri ginennidi
sint immir samint woninti.
di ginädi uns got dö virliz
du er unsich sin ädim in blis.
dannin birin wir an der seli
mid giloubin daz erlichi gotis bilidi,
Gott alleinig in drei Personen ist der Urheber aller Dinge. Seine
Allmacht, die den Teufel gebunden hat, waltet überall; sie ist es
die über uns Alles ordnet, hiernieden Alles aufrecht erhält, nach
Innen Alles erfüllt, nach Aussen Alles umfängt, und zwar mit Unwandelbarkeit
ohne Mühe und Arbeit.
Eine Gottes Kraft mit drei Namen ward auch den Seelen verliehen,
welche sie ungetheilt besitzen, nämlich Vernunft, Gedächtniss
und der Wille. Diese drei Genannten sind immer vereint, Gott gab
uns diese Gnaden, als er uns seinen Atliem einblies; daher sind wir
an der Seele durch den Glauben das schöne Gottes Bild.
XXX. Sdlig di zi der zesiwin sint,
(si sintj immer gotis Jcint.
den vatir erit da zi himili der sun
mid den er hat hin erdi gewunnun.
3. insamint in drinchit er den win,
«eichin der ewigin mendin.
mid din cngilin sint si undotlich,
mid in erbint si daz himilricli.
got ist ir lib, räiva unde minni,
also daz licht ist der ougin wunni.
XXXI. Herro, di dir dinint, ist daz richi:
wi mugin icir dir giloni?
du dir nidir ginigi üf zi hevini den man
der von sundin was givallan,
3. du dir wesin woltis (nnsir ginuz)
dragint unsir burdin so yroz.