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B o n i t z
Wirbelwind sind ein ndSog; denn in den Begriff dieses Wortes, das
ganz allgemein den Vorgang, die Erscheinung bezeichnet, gehen
diese Unterschiede an sich nicht ein. Nur das eine lässt sich als allgemein
charakteristisch für die Bedeutung von naSog beobachten,
dass ein Vorgang als ein Leiden, als ein Afficirtsein, als das Empfangen
eines Eindruckes, also, insoweit von freiwillig und unfreiwillig
überhaupt die Rede sein kann, als ein für das Subject unfreiwilliges
Geschehen erscheint. Diesen Charakterzug wird man leicht
an den oben erwähnten Lehenserscheinungen erkennen (vgl. J. B.
Meyer, Aristoteles' Thierkunde S. 94 f.), während z. B. die Sorge
der Thiere für die eigene Nahrung und für die Ernährung der Jungen
als eine npäEig bezeichnet. Hist. an. vj 12. 596 b 20, und daher
rtpäßig von 7iaSog deutlich unterschieden wird, indem es von den
Thieren heisst: rag npa^etg xarä rd ndSr) GV[xßatvei noieXaJdai
Tretet roXg ^citoig Hist. an. t 49.631 b 5. So finden wir für die sittliche
Beurtheilung epya und naSy einander entgegengesetzt; denn wenn
in der Rhetorik a 9. 1366 b 29 zuerst allgemein gesagt ist xala iort
rotaöra d icnv dyaSrov epya v ndSrj, so findet dies doch sofort in
Betreff einer speciellen Tugend, der Gerechtigkeit, die Unterscheidung
v.a'kd iart rd oixaia xai rä dtxetiwg spya, xdSrri oe ou. Aber zu
einer strengen Beschränkung von xdSog auf den Begriff des Leidens
mit Ausschluss des Thuns kommt es doch nicht und kann es nicht
kommen; denn bei der engen und untrennbaren Verbindung des noi-£tv
mit dem naaysiv gibt es nicht leicht ein ~d.5og, in welchem nicht
zugleich ein Thun, ein epyov des afficirten Subjectes mit eingeschlossen
wäre. Die Sinneswahrnehmungen z. B., die wir vorher als ein
ndSog der Seele oder des speciellen Sinnesorganes von Aristoteles
bezeichnet sahen, hei denen überdies das leidentliche Verhalten des
Sinnesorganes durch SeyjaSai rd r.dSog charakterisirt wird (ßtä
axknpdrrira rov dsyopiJvov rd ndSog ovx iyyiverai 6 rinzog Mem. 1.
450 b 5), finden wir andererseits von ihm als epyov der Seele oder
der Organe betrachtet, Psych. a 1. 402 b 12. Sens. 3. 439 a 8
u. a. Wenn Aristoteles schreibt Ttepi vdduuv xai SaldGcrig..., ÖKoaa
r.dSr, xara ipbaiv avroXg avp.ßaivsi xoieXv xai ndG-ytiv Meteor, ß 3.
359 b 24, so will er gewiss nicht die eine Gruppe der Erscheinungen
dem Meere und dem Wasser als ein xc/ieXv, die andere als na~
ayeiv zuschreiben, sondern er weist durch die Verbindung von TtoieXv
und ndayeiv ra ndSr, auf die Untrennbarkeit dieser beiden Seiten