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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 55. Band, (Jahrgang 1867)

Aristotelische  Studien.

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barer  Begleiter  findet.  Die  Erwägung  der  von  Bernays  benützten
Stellen  wird  sich  dieser  allgemeinen  Übersicht  da,  wo  sich  der  geeignete ­
  Anlass  dazu  bietet,  anschliessen.  —  In  Betreff  des  zu  dieser
Untersuchung  verwendeten  Materials  von  Aristotelischen  Stellen  glaube
ich  ausdrücklich  bemerken  zu  müssen,  dass  es  nicht  zum  Behufe
dieser  speciellen  Frage  und  auf  Anlass  der  Bernays'sehen  Abhandlung, ­
  sondern  bei  Gelegenheit  einer  allgemeinen  lexikalischen  Arbeit
und  zum  grossen  Tlieil  vor  dem  Erscheinen  der  Bernays’schen  Abhandlung ­
  gesammelt  ist;  es  hat  daher  ausser  meiner  Absicht  gelegen
und  war  durch  die  umfassende  Natur  jener  Aufgabe  ausgeschlossen,
für  einen  gleichartigen  Gebrauch  eines  ungemein  häufig  gebrauchten ­
  Wortes  die  Stellen,  welche  blos  verschiedene  Exemplare
derselben  Art  sein  würden,  sämmtlich  zu  verzeichnen;  Vollständigkeit
des  Materials  in  diesem  Sinne  ist  daher  im  folgenden  nicht  zu  erwarten. ­
  Das  aber  darf  ich  mit  Wahrscheinlichkeit  voraussetzen,  dass
ich  von  den  verschiedenen  Modificationen  des  Gebrauches  von  nd.äcg
und  7rbei  Aristoteles  keine  werde  übersehen  haben.  —  Auf
Unterschiede  der  Häufigkeit  des  Gebrauches  in  wirklich  Aristotelischen ­
  Werken  und  in  den  der  Aristotelischen  Sammlung  eingereihten ­
  unechten  Schriften  habe  ich  nicht  überall  ausdrücklich  hingewiesen; ­
  da  in  den  Citaten  stets  die  Schrift  bezeichnet  ist,  so
bieten  sich  diese  Vergleichungen  jedem  Kundigen  von  selbst  dar.
1.
a.  Zu  dem  Verbum  -a.ayjiv  durch  Gleichheit  des  Stammes  und
der  Bedeutung  gehörig  finden  sich  im  Aristotelischen  Sprachschätze
drei  Nomina  näSriaig,  näSog,  ndSrjp-a.  Das  erste  derselben,  irad-riaig,
  vor  Aristoteles  nicht  nachweisbar,  bei  Aristoteles  im  höchsten
Grade  vereinzelt  vorkommend  und  wahrscheinlich  von  ihm  seihst  gebildet, ­
  zeigt  durch  seine  Ableitungsform  deutlich,  dass  es  den  Begriff
der  Handlung,  rö  Tcd.ayjiv,  rüv  roü  7ia.ayj.iv  ivepyöiav  bezeichnet.
Dies  ersieht  man  aus  der  Gegenüberstellung  zu  mivaig  (ü  Trairjaig
■/.cd  ■/)  KäSYjaig  h  rep  ndayjvri  aXk’  ovx.  ev  rep  noioOvri  Psych.  7  2.
426  a  9,  so  Pliys.  7  3.  202  a  23,  27,  32,  b  3),  aus  der  Verbindung ­
  mit  §ida£ig,  p.dS-omg  Pliys.  202  a  32,  b  3,  endlich  aus  der  von
Aristoteles  ausdrücklich  gegebenen  Erklärung  dvayxcäov  7dp  iai»g
Sitzb.  d.  phil.-hist.  CI.  LV.  Bd.  I.  Hft.  2
            
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