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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 55. Band, (Jahrgang 1867)

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Lorenz

Mark  anlialten  die  Vogtei  und  das  Gericht  von  Essen  mit  den
dazu  gehörigen  Höfen  dem  Erzbischof  auszuliefern  und  dem
Grafen  von  Veldenz  das  widerrechtlich  occupirte  Zeltingen.  mit
Gewalt  entreissen,  Er  wird  den  Erzbischof  ferner  im  Besitz
des  Zolles  von  Andernach  schützen,  gegen  Brabant  ihm  Beistand ­
  leisten,  die  Kölner  Bürgerschaft  zum  Gehorsam  gegen
den  Landesherrn  in  den  von  diesem  beanspruchten  Rechten
nöthigen,  und  endlich  für  25000  Mark  Verpfändungen  als
Ersatz  für  die  Wahlunkosten  geben,  ferner  den  Grafen  Heinrich ­
  von  Nassau  für  seine  Ansprüche  auf  Köln  und  ebenso  den
von  Jülich  entschädigen.  Ferner  soll  dem  Erzbischof  überhaupt ­
  gegen  Berg,  Mai'k  und  Brabant  Hilfe  geleistet  werden
und  über  die  Herzogtümer  Österreich  und  Limburg  nicht
ohne  Willen  Kölns  verfügt  werden.  Die  Strafsanction,  welche
der  Graf  von  Nassau  endlich  sich  selber  auferlegt,  soll  in  der
Absetzung  bestehen,  wenn  etwas  an  diesen  Wahlbedingungen
nicht  erfüllt  würde.
—  April.  Graf  Adolf  von  Nassau  verspricht  den  Trier’schen  Rüthen ­
  2000  Mark,  wenn  sie  bei  ihrem  Herrn  seine  Wahl  durchsetzen. ­

—  April.  Derselbe  verspricht  dem  Erzbischof  von  Trier,  volle  Entschädigung ­
  für  die  Unkosten  bei  der  Wahl  zu  leisten,  und
ihm  dafür  eine  Reihe  von  Trier  beanspruchter  Reiehsburgen
in  Pfand  zu  geben  (zweifelhaft).

III.
Während  in  den  letzten  Wochen  des  April  die  Verhandlungen
über  die  Wahl  zwischen  den  geistlichen  Kurfürsten  zum  Abschluss
gebracht,  und  alle  drei  gemeinsam  für  den  Grafen  Adolf  von  Nassau
gewonnen  wurden,  war  der  Termin,  welchen  Pfalzgraf  Ludwig  für
die  Wahl  festgesetzt  hatte,  verstrichen,  ohne  dass  sich  ein  einziger
der  Kurfürsten  an  diesem  Tage  in  Frankfurt  eingefunden  hätte.  Hiemit
  war  eigentlich  über  die  Candidatur  Herzog  Albrecht’s  entschieden.
Selbst  für  eine  zwiespältige  Wahl  (wir  würden  es  eine  Minoritäts-Wahl
  nennen)  war  damit  jede  Handhabe  beseitigt,  und  wenn  es  nichts
unmögliches  gewesen  wäre  den  Herzog  zu  erheben,  wenn  sich  auch
            
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