Über die Wahl des Königs Adolf von Nassau.
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Regesten zu den Verhandlungen der Wahl König Adolfs.
1291. August, Erneuerung des Einverständnisses zwischen den drei
geistlichen Kurfürsten in Betreff der künftigen Königswahl mit
Rücksicht auf ihre am 10. März 1290 abgeschlossene Allianz
zur Aufrechthaltung der Rechte und der Machtstellung ihrer
Kirchen einerseits und im Hinblick auf ihr gemeinsames Verhalten
auf dem Frankfurter Hoftage vom 20. Mai 1291.
— September, 7. Wahlaussclireiben des Erzbischofs Gerhard
von Mainz, (Böhmer R. S. 163), echt.
— August—October. In nemore apud heremitam (Wunsiedel?)
Erste Zusammenkunft zwischen Pfalzgraf Ludwig von Baiern
und König Wenzel von Böhmen.
— October, 8. Eger, Zweite Zusammenkunft derselben (Wittmann
Urkb.) I. S, 461.
— October—November. Vertrag zwischen Böhmen und Brandenburg
(Böhmer R. S. 164).
— November, 29. Zittau, Vertrag zwischen den vorgenannten und
Herzog Albert von Sachsen (Böhmer R. S. 166).
— December, 7. Ingolstadt. Wahlaussclireiben des Pfalzgrafen
Herzog Ludwig von Baiern (Böhmer 167), echt.
1292. Januar-März. Graf Adolf von Nassau, beseelt von dem Wunsche
den Frieden unter den Völkern zu schützen und zu schirmen
und das Recht der Witwen und Waisen wieder zu Ehren zu
bringen, gelobt dem Erzbischof Gerhard von Mainz, wenn dieser
ihn zum römischen Könige wählen, und die Stimmen der
andern Kurfürsten für ihn gewinnen sollte, in seine Rechte
und Ehren einzusetzen, wie sie der Mainzer Kirche von Alters
her zukommen, und schwört mit leiblichem Eide demselben
folgende Bedingungen zu erfüllen, sobald er gekrönt sein
werde: Er wird die Rechte der Kirche und der geistlichen
Personen im Reiche nach dem Privilegium Friedrich’s II.
vom Jahre 1220, welches er bestätigen wird, wahren. Das
Erzkanzleramt von Mainz wird künftig in seinen Rechten
und Einkünften wieder hergestellt werden, indem der König
die Rechte der Kurfürsten achten und die oberste Leitung der
Sitzb. d. phil.-hist. CI. LV. Bd. I. Hft. IS