Die Entstehung der a-Deelination etc.
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12. Mit Griecli. -v;ai theilt auch das Vedische -dbhis das Schwanken in
Betreff des Numerus; man findet: citräbhir akaväbhir yujyäbhir puruväjäbhir
üti. So Ath. V. 6, 69, 1. hiranye = htranyesu u. aragarät Loe.
13. Dass yusma aus tyusma entstanden, dafür liefert das Altbactrische den
Beweis. Neben dem Stamme yusma zeigt es den Stamm khsma. Vergleicht man
klislämi, so sieht man auf den erstenBlick, dass man es hier mit einer ungenauen
Orthographie zu thun hat: lchstami steht für histämi. Die Verhärtung des h zu
q ist vor y und v etwas theils häufiges theils gewöhnliches. Sie ist eine Eigentümlichkeit
nicht blos des Altbactrischen. Hierher gehört Armenisch j? des
Nom. Plur. ^ der t. und 2. Pers. Plur. Regelrecht könnte freilich höchstens
qstämi werden, khsma führen wir demgemäss auf qsma qyusma hyusma syusma
tyusma zurück. Man vergleiche noch armen, r P .
Für den noch gar nicht beachteten Wechsel ven ui und iu wollen wir griech,
ösv-ripos anführen. Dies steht zunächst für Siu-rspvjg, wie AeuxaXt'cov für diuxa-Xtcov,
dann aber für dui-vepoc (vgl. dusiv = Svi-a^iv).
Das Sansk. liefert für patyus aus patvi-a uns einen hochwichtigen Beleg.
Bekanntlich haben die Desiderativnomina auf -is sulis im Genitiv sutyus. Wir
können, da eine unmotivierte Schwächung von Genitiv -as zu us zu den Unmöglichkeiten
gehört, diese eigentümliche Form nur durch den Einfluss eines u
erklären, und setzen desshalb an sutyv-as als nächst zurückliegende Form. Nun
setzt aber sutis die Form suta voraus, wir reconstruieren demgemäss sutiyu sutayu,
oder mit andern Worten: die Desiderativnomina auf -'is sind nichts als
veränderte Bildungen anf ayu-s. Nun erklärt sich der Loc. Sing, sutyäu. Es erklären
sich aber auch die Verba auf -iya, die mit jenen Nominibus enge Zusammenhängen.
Es ist nun auch klar, dass die Abtheilung iy-a die richtige ist. Nach
y ist ein u abgefallen, das im Griechischen geblieben ist. Denn wie die Sanskrt-Nomina
auf -ayu den griechischen auf -su-g, so entsprechen die Sanskrt-Verba
auf -iya den griechischen auf -suto, und diese haben folglich kein y eingebüsst.
Dass hiemit, was §. 14 über die Nichtzugehörigkeit des y zur Verbalderivation
gesagt worden ist, schlagend und unwiderleglich bewiesen ist, wird Niemandem
entgehen.
Mit dem S. 184 §. 31 bewiesenen Übergänge von f u steht es in Einklang,
wenn wir die griechischen Formen -oet'to (qeXaaeioi Öia/Sijffsc'to iro/lspjust«) änraX-Xafa'tn)
aus ff/rito erklären). Da nun die Sanskrtformen asja gleichfalls unter
andern auch Desiderativbedeutung hat (apvasyäti 'verlangt nach dem Hengste’),
so combinieren sich diebetreffenden Formen asyu (ayu) asyäti iyäti (iyvati)
j£i!o apio) in natürlicher Weise zu asvi-, worüber später mehr. Wer übrigens
hiemit verbindet, was Prof. Leo Meyer, vgl. Sprachlehre der Grieeh. und Lat.
Spr. Bd. II, p. 363 384—5, sagt, und Formen wiejanisya bhavisya (syat) bhujisya
karisya nteisya, der kann in Bezug auf das Futur zu interessanten Schlüssen
gelangen, die hier zu verfolgen uns zu weit führen würde.
Eine genaue Analogie zu dem Pronomen tvi (von dem vielleicht vUO- üiound
Altbaetr. in derselben Bedeutung qyaona) bietet das fragende Pronomen ka.
Deutsch Latein (indirect Griechisch Oskisch) Sansk. (kit-tra — kva-tra, kutas
= kva-tas; vgl. kata kutila kaksya kuksi cakra xuxXo vakra etc. kati-paya
Sitzb. d. phil.-hist. CI. LV. Bd. I. Hft. 13