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Ludwig
oder vielleicht richtiger, da strenge genommen lit. z im Slav. schon zu * geschwächt
erscheint (wie lit. sz zu s), wofern nämlich nicht z bereits früher
abgeworfen war. ;k (eventuell 3) fiel ab wie in bpjehh gegen lit. zvirblys;
lat. alacri = aram(ca)kri, und so mediocri — etwa madhyamcakri; die Adjeetiva
auf i werden im Veda mit Objectsacc. construirt.
Ein anderes für Sprachgeschichte ausserordentlich wichtiges Beispiel für
Abfall des «ist das Fern. Suffix tri (— triä) Lat. tri-c. Dass dieses vollständiger
trin lautete, beweist eine Vedisch-Sansk.-Form nämlich sträinam 'Frauenvolk’.
Reduciert man die Vrddhibildung auf ihren Stamm, so erhält man strin
(oder allenfalls strini)-, diese Form ist also man möchte sagen ein lebendiger
Zeuge des alten Ausganges.
Man vgl. Vedisch yuväkuh die Altbactr. yaväkem entsprechende possessive
Genitivform des Duals der 2.Person des Pron.Pers. (Rg. V,5,5,1. 3—12, 4—13,
1, und mehrfach). Wir erklären yuväm-ku und hier kommt uns goth. igq-ara
(d. i. jugq- juvanq- juvamq-ara) auf halbem Wege entgegen; ugqar wäre also
Ved. äväku. Vgl. Prof. Benfey’s Bern. Vollst. Gramm, d. Ssktsp. §. 773 II 3.
9 b. Dass iSekovrrip in der That ijslovz-Yip zu trennen, beweist die Analogie
von xtvz-op (aiizoxpaz-op) vom Stamme xevr (Hom. xe-joou aus xsvr-<7ai), naptar
aus napdt-ar (vgl. napti nipju nord. nipt Sl. nestera für nepstera nach Prof. Hattala
neben netij); mlunt-at neben qui-et sati-ät und Suff. tat. Was das Suffix
tat betrifft, so theilen wir ganzProf. Leo Meyer’s gerechtes Bedenken einer Wortbildungsform
eine direct aus einer frei vorkommenden Nominalform entnommene
Bedeutung aufzudringen; hier jedoch dürfte die Identität mit Altbaktr. tat doch
wohl nicht in Abrede zu stellen sein. An die Wurzel tan möchten wir freilich
nicht denken. Wir halten tat (täti) für eine dem spätem Sanskrtnomen tattvam
analoge Ableitung von dem Pronominalstamme ta oder wie immer er in vollständiger
Gestalt mochte gelautet haben: die Soheit Dasheit (vgl. goth. huidus,
angelsäcbs. häd haed als Suffix Althd. heit). Nebenbei bemerken wir, dass das
Sanskrtsuff. bhasma-sät agnisät und ähnliche mit tat identisch ist.
10. Wie ist die Wolke in dem bekannten Mythus der Ilias aufzufassen?
Sie bedeckt allmählig den Himmel, und dies bedeutet das Einschlafen des
Zeus. Mit dem Erw-aehen scheucht er Hera (wieder die Wolke, vgl. Herakles,
Schall der Hera) von sich, und Apollon und Iris treten auf (mit dem abziehenden
Regen). Das Einschläfern des Argos durch Hermes ist nichts anderes
als das allmählige Sich beziehen des Nachthimmels, das Schliessen der Augen,
das Verlöschen der Sterne durch die vom Winde (Hermes) herbeigeführten
Wolken. Durch den Blitz werden die vom Argos zurüekgehaltenen Wässer (die
Kuh Jo) befreit, und stürzen auf die Erde.
11. Wichtige Sanskrtbildungen sind kaku-bh und kaku-d (erweicht aus
kaku-t); kakuhä ist aus kakubha abgeschwächt. Wir haben hier wieder das
Entsprechen labialer (durch vermittelter) und dentaler Bildungselemente
(Wurzel ku); ebenso in tri-anu-chandah-su-stubh neben stut (grävastutj;
visrah 'Fluss’ steht für visrubh. daneben srut. Man vgl. srotas. und lat. Rumon
Roma (Corssen) Srpüpxov Altu. straumr Althd. ström für sröm.