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Ludwig
Eine dieser nothwendig als zu Grunde liegend zu denkenden analoge oder vielmehr
geradezu identische Form ist das leider ganz singuläre armaidn (Nom.
armaiojvon arman armaida. Also ist die Reihenfolge aiön (aiän eonson.) hierauf
Spaltung in ains (/-Stamm), (a-an) an (Inf.), ln den Formen -on (Inf.) -ons
(nominaler t-Stamm) herrscht Identität. Noch machen wir aufmerksam auf die
Analogie der goth. aia- mit der lat. 2. Conjugation pahan tacere, lubains
lubere, haban habere, leikains leikan Heere (Leo Meyer, vgl. Gr. d. 1. u. gr.
Spr. Bd. II. pg. 29), vitan videre, munan monere, silan silere.
3. Zu der vorliegenden Frage gehört eine Besprechung der Sansk.-Formen
-äyya und ayäyya: jayäyya daräyya didhisäyya daksäyya panäyya rasäyya
vidäyya eravdyya mahäyya; ahnaväyya atasäyya uttamäyya; panayayya
grhaydyya sprhayäyya mahayäyya trayayayya. Professor Benfey stellt auf
diese Formen gestützt, Stämme auf -äy auf; indess dürfte es bei dem Umstande,
dass zwischen den beiden y an keinen Vocalausfall gedacht werden kann, unwahrscheinlich
sein, dass eine yo-Bildung an einen mit y schliessenden Stamm
getreten wäre. Wir können überhaupt einem Suffixe ya, wie im weitern Verlaufe
sich zeigen wird, keine andere Existenz zuerkennen, als die, die es einer
falschen Analogie verdankt. Denn da es, wie wir nachzuweisen uns bemühen
werden, ursprünglich consonantisch schliessende Suffixe nicht gab, so muss -ya
getrennt werden, und der z-Laut dem Stamme als Schlusselement zuerkannt werden,
von dem durch -ya eine Ableitung gebildet werden soll. Wir trennen folglich
äyy-a. Wenn es nun ganz und gar unwahrscheinlich ist, dass Doppel-y
durch Zusammenstossen eines mit y schliessenden Stammes mit einem mit y beginnenden
Suffixe entstanden sein soll, so zeigt das Vorgehn der Sprachen doch
nicht selten die Eigenthümlichkeit, dass Lautcombinationen, die von selbst nicht
cintreten, als Folgen von Veränderungen sich erzeugen. So ist im Sansk. Doppelt
mehrfach durch Ausfall des dazwischen stehenden Vocals entstanden.
Man denke an slav. noAiAnxTH «ckahs,th, wo die sonst durchaus gemiedene Lautverbindung
<ah provociert wurde durch das viel minder allgemeine Lautgesetz t
vor hs fallen zu lassen: no.usmtSTH wäre nicht absolut unzulässig. So xeverai
für v.vn-Gon, obwohl xecarai (vgl. jjreiaai xetssrat von !7irsvÖ-<jat -/avo-isrca)
den Lautgesetzen genau entspräche. Wir vermuthen, dass yy in den Fällen, um
die es sich hier handelt, aus ny assimilirt ward. Ein sicheres Beispiel haben wir
für einen solchen Vorgang, es ist die Doppelform stusenya und stuseyya. Man
vergleiche ferner noch didrksenya mit didrkseya, wo n ausgefallen. Hierher
ziehen wir auch -amya, auf welches enya zurückgeführt wird, wie uns dünken
will, mit wenig Wahrscheinlichkeit, enya dürfte wohl besser auf ayanya (ayanya),
amya zunächst auf anuya und auf diesem Wege auf anänya zurückzuleiten
sein. Vgl. älmiya von älman und vrsiya neben vrsäya. Über das Suffix
-ya wird noch weiterhin (Anm. 6) gehandelt werden; dass die Trennung y-a
bei den Verbis richtig ist, wird, wofern das bisher Gesagte nicht genügen sollte,
in einer Anmerkung zu §. 3i pg. S3 schlagend bewiesen werden.
Stämme auf ai zeigt das Ruthenische: Dumajlo, zamachajlo, zavirajlo,
svistajlo, popicliajlo, nuchajlo, cuchrajlo, kidajlo, mazajlo, hukajlo torkajlo (M.
Osadca gramm. ruskoho jazyka. Vo Lwovve. pg. ISO. Mittheilung unsers verehr-