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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 55. Band, (Jahrgang 1867)

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Ludwig

jedermann  leicht  zugeben.  Eben  so  klar  ist  es,  dass  die  Bedeutung
des  Casussuffixe,  wie  sie  ihnen,  und  zwar  ohne  alle  Consequenz,
allmählig  geworden  ist,  genau  in  demselben  Verhältniss  wie  die  der
Wortbildungssuffixe  zu  dem  ursprünglichen  Elemente  stehen.
Aus  dem  Voranstehenden  ergiebt  sich  das  Verhältniss  den  Bildungen ­
  min  vin  man  van  mant  vant  selbst;  während  in  dem  einen
Falle  dyutvi  sich  zu  dyut  schwächte  (dyus),  ward  es  in  andern  zu
dyumi  (-a-tj  woraus  mit  späterer  Erweiterung  dyumat,  oder  mit
einfachem  Ausfälle  von  s-vat.  Sehr  früh  jedoch  muss  man  das  Suffix
zu  gebrauchen  angefangen  haben,  ohne  alle  Rücksicht  auf  dessen
wirkliches  Entstehen,  indem  man  das  ohnehin  scharf  sich  abhebende
ma(n)t  va(n)t  ohne  weiters  von  dem  Stamme  trennte  und  den  Begriff ­
  des  Besitzes  des  Anhaftens  einer  Eigenschaft,  der  vermöge  der
Geschichte  der  Bildung  nur  der  ganzen  Wortform  vermöge  des
sich  herausstellenden  Gebrauches  inne  wohnte,  willkührlich  in
das  Suffix  verlegte,  also  eben  nichts  anderes  that,  als  den  Process
wiederholte,  den  wir  als  das  treibende  und  schaffende  in  dem  grossen ­
  folgenreichen  Vorgänge  der  Wortbildung  dargestellt  haben.
            
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