Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 55. Band, (Jahrgang 1867)

180

Ludwig

lassen  Suffixe,  in  denen  p  auftritt  (pspox  sl.  KpxTxnx)  beiseite,
und  bemerken  nur,  dass  sie  wahrscheinlich  einer  Verbindung  tv
pspon  AvpxTKx  ihr  Entstehen  verdanken.  Viel  verbreiteter  und  von
ausserordentlicher  Wichtigkeit  für  Sprachgeschichte  sind  m  bli
(sskrt.  Vf,  griech.  ©,  lat.  6).  Einen  gewissen  Zusammenhang  zwischen
m  und  v  w  ird  niemand  läugnen.  Wir  finden  beide  in  der  1.  Dual,  und
Plur.  den  Unterschied  der  Form  begründend.  Wir  finden  sanskrt,
yusma-  gegenüber  im  Got.  izva-,  während  sonst  -smu  im  Got.  zu
-mma  wird.  Im  Got.  haben  wir  also  zw r ei  Stufen  zva  mma,  die  mittlere ­
  fehlt.  Sicherlich  ist  es  natürlich,  im  Sanskrit  sma  das  m  als
Verhärtung  von  v  zu  betrachten,  die  durch  das  harte  s  motivirt  ist.
Es  erklärt  dies,  warum  wir  im  Litauischen  im  Genet.  Plur.  jusyje  haben,
da  im  Litauischen  wie  überall  v  nach  s  häufig  abfällt,  sm  dagegen  zu
m  geworden  wäre.  Das  Element  sma  findet  sich  als  selbständiges
Pronomen  (adverbial  oder  als  Partikel)  im  Sanskrt.  in  der  Bedeutung ­
  huc:  smaddisiih,  smadabhtgu  (hieherzüglig),  dhenavah  smadudhnih,
  smatpuramdki,  smadrdtisac;  Rg.  V.  5,  6,  9,  3.  spdco
vdrunasya  smadista  ublie  pacyanfi  rödasi.  Es  würde  also  für  sma
die  ältere  oder  eine  ältere  Form  sva  anzusetzen  sein,  die  offenbar
in  Verbindung  zu  setzen  mit  dem  schon  im  Veda  vorkommenden  indefiniten ­
  tva.  Wir  erinnern  noch  an  ein  Pronominales  schon  sehr
abgeschwächtes  Element  svi-t  in  kim-svi-t.
30.  Doch  wir  wollen  um  sichern  Boden  zu  gewännen  zunächst
einige  Einzelheiten  vorführen.  Für  die  Bezeichnung  von  'Rumpf  gibt
es  im  Veda  unter  andern  zw  ei  merkwürdige  Wörter  kabandha  (wie
bereits  von  Prof.  Kuhn  naehgewiesen,  identisch  mit  grieeh.  Kaäv^c
d.  i.  K«fav3ij?)  und  kusindha.  Beide  sehen  sich  entschieden  ähnlich; ­
  denn  die  Vocalverschiedenlieit  hat  bei  der  Häufigkeit  des
Ausfalls  von  v  nach  k  nichts  zu  bedeuten.  Die  Elemente  -ndha  wird
man  in  den  beiden  Fällen  nicht  von  einander  trennen  können;  es
handelt  sich  also  um  ba  und  si.  Nun  zeigt  aber  das  Grieeh.  (da
b  im  Griech.  nicht  ausfällt,  ursprünglich),  wir  ergänzen  also  eine
Form  aus  der  andern  zu  kca-svi-andha.  Wir  w r erden  gleich  nachher
sehn,  dass  svi  zu  Ssk.  bhi  wird  und  so  entsteht  denn  einerseits  k[v]abhfijandha,
  wo  bh,  offenbar  w  egen  des  folgenden  dh,  seine  Aspiration ­
  verliert,  andererseits  ku  s[v]i[a]ndha  kusindha.  (Vgl.
sskrt.  kvafas  zu  kutas  katipaya  aus  kvati  kvatya  lat.  quotquot.)
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.