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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 55. Band, (Jahrgang 1867)

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Ludwig

vatan  altkd.  wazzar);  iosvSog  royda  lit.  raudäRöthe;  hrana  (böhm.)
und  grano  granes-e  (sloven).  Serb.  doba  Neutr.  indec.  gluho  doba
und  vielleicht  sloven.  lozesma  und  böhm.  deloliu,  wo  de  das  Gelegte ­
  bedeutet;  auch  im  Ssk.  wird  die  Wurzel  dhä  von  schwängern
und  schwanger  werden  gebraucht.  Das  lateinische  bietet  rota  (ssk.
rdtlias)  griech.  psSog  Glied  pöSog  drehende  Bewegung;  vgl.  griech.
av.ilog  sloven.  koles  koleno  Knie  und  griech.  v.A-o\i-og  zA-ot-oksb-stv
  KÄ-&j3;  toga  zu  rigog  ziyr,  ■  unda  zu  boc/.r  voda  vazzar;  der
hervorragende  Zug  in  dieser  Zusammenstellung  ist  natürlich  der
Quantitätsunterschied.  Allein  dieser  Unterschied  begründet  nicht
durchaus  den  des  Genus.  Höchst  wichtig  für  die  Geschichte  der
Sprachbildung  überhaupt,  die  der  Femininform  ä  aber  insbesondere,
die  ja  schon  durch  die  adjectivischen  Doppelformen  zaAög  y.aXrj,
durch  den  häufigen  Geschlechtswechsel  innerhalb  derselben  Sprache,
und  von  Sprache  zu  Sprache  als  blosse  Modification  zur  Masculinform
sich  darstellt,  sind  die  Masculinen  (wo  ä  unmittelbar  auftritt,  meist
Agens-)  Bildungen  auf  ä  im  Lateinischen  •),  Griech.,  Slavischen,  Litauischen. ­
  Die  (wenig  zahlreichen)  lateinischen  Formen  und  die  (zahlreichen) ­
  slavischen  und  litauischen  bekunden  eine  Verwandtschaft  mit
den  ««-Stämmen:  agripetä,  appetön,  accola,  incolu,  colun-us,  liomicida,
  Inter  ddona,  scriba  Scribon-ms  (?J  turbo  turba.
§.  22.  Das  Slavische  und  Litauische  (Slovenisch  und  Serbisch
noch  heut  zu  Tage)  gebrauchen  diese  Bildungen  auch  Feminin  (voievodn
  sloyga  Supr.  Cod.  pg.  S5  letzte  Z.  oea  caoSirk  coTounirk  89  3
sloygamZ  ze  vftzgnetivZsam'S  ognb  10  sloygZi  diabolie  neben  dem
Masc.  16419.  341  letzte  Zeile  osgzderui  sgdijg.  Die  Bildungen  zeigen
durchwegs  eine  Verwandtschaft  mit  Participien:  voievoda  sloyga  velbmoza
  prt’doteca  neteza;  russ.  obzora,  böhm.  obzera  (hado-zroat),
ogrbiza  beissiger  Hund,  kozemiaka  Gerber,  soytiaga  Zänker;  böhm.
louda,  kulha,  hluma,  obejda,  osvirda,  nimra,  chlouha,  checlita,
ochaba,  ochlasta,  odrapa,  ohlta  (Fischart)  nolisleda  (pediscquaj,

'  )  Was  die  Länge  des  a  (Fern.  Gen.)  betrifft,  so  hat  man  sie  im  Altiat.  (selbst  bei
Plautus)  nachgewiesen.  Obwohl  der  Nachweis  mir  anfangs\sehr  problematisch
schien,  so  habe  ich  doch  meine  Zweifel  aufgegeben,  da  ich  das  lange  u  des  Acc.
Neutr.  Plur.  gefunden  habe:  proptereä  practereä  intereü  (nicht  Instrumentale
oder  Abi.  Fern.)
            
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