Die Entstehung der a-Declination etc.
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Hieher gehören endlich auch die höchst interessanten im Vorbeigehen
bereits erwähnten Nominalformen auf an, meist ran dya
(ydiya) (vgl. Prof. Miklosich, Die Bildung der Nomina im Altslovenischen
p. 27 Suff, -kn.) Diese Form mag den Schluss unserer Argumentation
machen. Sie ist aus änya entstanden, und steht der Sanskrtconjugationsform
dya ganz gleich.
Es sind hier nun allerdings manche auf die Lautlehre bezügliche
Fragen zu lösen, z. B. das Verhältniss von Formen wie stZidati
stZizda stZizdcsi zu stZideti stZiula stZidisi genauer zu bestimmen.
StZizda ist im einen Falle ydmi d. i. einfaches y das aus kurzem i
entstanden, im andern Zusammenziehung aus yäya: denn der Übergang
von anya zu iya steht fest, dieses aber verkürzt seiner Natur
nach sich zu iya ya, vrsanyati vrsiyati. man vergleiche die Verkürzung
Je im Comparativ.
§. 13. Zu berücksichtigen ist noch das Sanskrit Pass. yd. Es
unterscheidet von dem ya der vierten Classe sieh durch den Accent;
letzteres ist unaccentuiert, ersteres betont, stimmt also insoweit mit
der Form äyu; auch kann ich nicht umhin, Nachdruck darauf zu
legen, dass im Präkrt das y des Passiv aufgelöst, d. i. vooalisch als
langes i erscheint. Berücksichtigt man die passive Bedeutung einer
sehr grossen Zahl von Zeitwörtern der Gruppe der III. Conjugationsclasse
im Slav. (sloven. ■kirn ■ki^), so wird man einen Zusammenhang
hier schwerlich in Abrede stellen. Für die Pss. Aor. des Griechischen
erhellt als ursprüngliche Form aus Homer sis: Conjunctiv
prystco ycyslri'; yiysirt; yidvSrjV 3. pl. aus yiavSssv; aus Formen
wie oay.rjri ca.nr,r, (y«vv;irjt u. dgl. kommt auch vor), kann man
keinen Nutzen ziehen, weil das r; sein Entstehen möglicher Weise
der Assimilation verdankt; aber gleichwohl muss man tu als Verkürzung
von altem yjis dya anseben. Man siebt also, wie die
Sprächen (Goth., Sskrt., Zend, Slav., Griech.), in der Verwendung
der differenzierten Formen für das Passiv abweichen.
§. 14. Wir kehren nun am Faden der gefundenen Resultate
zu dem Punkte zurück, von dem wir ausgegangen sind, dass nämlich
die consonantischen Stämme ursprünglich vocalisch, und zwar zunächst
auf i schlossen. Wenn nun dargethan ist, dass das i (resp.
y) in dya u. s. w. eben dieser Sclilussvocal ist, also kein zur verba-