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L u d w i
spätem Perioden die klaren Spuren des gesummten Entwicklungsganges
der von einander begrifflich scharf zu trennenden Sprachstufen
klar neben einander fortbestanden. Wir unterscheiden die
Zeit der Wurzel, die Zeit, in der eine oder mehr Wurzeln sich zu
pronominaler Bedeutung abschwächten, die Verwendung des Pronomens;
die Verschmelzung desselben mit der Wurzel, d. i. die Entstehung
des Wortes. Weiter trat dann Verlust der pronominalen
deiktischen Bedeutung bei dem betreffenden Elemente ein, das dafür
die ursprünglich bei der blossen Wurzel schon mitgedachten Begriffe
des Agens, Actum etc. übernahm. So ward das Pronomen zum
Wortbildungssuffix. Die Spuren dieser Periode liegen in den Compositis
vor, von denen manche ältere für Sprachgeschichte vom höchsten
Werthe sind. Die letzte Verwendung der bildenden Elemente
ist die zur Flexion. (Ausführlicheres hierüber in unserm Artikel: Ovyvinuti
reckych vet podmfnecnych s predbeznou üvahou o historii
skladby im Krok II. Jahrgang, 4. Heft, Prag 1865.)
Das Räthsel aber der Sprechthätigkeit, d. h. nicht der Fähigkeit
Begriff und Laut so im Geiste zu verknüpfen, dass das eine mit einer
gewissen Sicherheit und Leichtigkeit (wohlgemerkt nicht Nothwendigkeit)
das andere reproduciert (die Fähigkeit lässt sich eben nur anerkennen),
sondern des Betätigens des zur Wirklichkeit Werdens dieser
Fähigkeit oder mit andern Worten das Räthsel des historischen Vorganges
bei dem Entstehen des Sprechens (zwei Dinge die von Philosophen
zum Theil mit merkwürdiger Unbefangenheit verwechselt
werden), dieses werden wir naturgemäss auf einen möglichst engen
Raum beschränken müssen; denn bei jeder neuen Schöpfung von
Laut- und Begriffsverbindungen müsste es sieh erneuen. Es liegt aber
in der Natur der Sache, dass der Sprechende, wie er im Denken, um
sich das Neue zu erklären, herumsucht in dem Vorrathe seines Wissens,
wie beschränkt es auch sein mag, nach dem, was dem Neuen
das Adäquateste ist, ebenso zur Bezeichnung desselben das ihm bereits
geläufige Sprachmaterial benützt. Englische Missionäre der Südsecinseln
haben geglaubt (vielleicht wegen des ausnahmsweise engen
Umfanges von Kenntnissen bei der ausserordentlich geringen Mannigfaltigkeit
der Sinnengegenstände, die jene grossentheils sehr kleinen
Eilande bieten), es ausdrücklich liervorheben zu müssen, dass die
Einwohner jener Eilande für Gegenstände, die ihnen völlig neu sind
(und dergleichen mussten ihnen anfangs wenigstens von den Euro-