Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 54. Band, (Jahrgang 1866)

Bericht  über  die  Sterzinger  Miscellaneen-Handschrift.

333

Bl.  46 b  enthält  verschiedene  Räthe,  z.  B.
Lunaria  wechset  gern  auff  hohen  pergen  vnd  stahlen  pey  wasser
gevelle  vnd  hat  ein  roten  stengel  vnd  ist  auff  gericht  vnd  die  pleter
seindt  alß  die  pfenig  sinwel  vnd  sten  vnden  an  dem  stengel  und  sint
liimelvar  vnd  wechst  mit  dem  mond  vnd  haben  32  folia  in  plenilunio  et
descendit  et  aseendit  sic  luna  in  foliis,  vnd  wer  si  graben  wil,  der  solz
si  suchen  in  der  volle  des  monedz,  wann  si  dann  an  ir  besten  mellten
ist,  vnd  solz  abbrechen  ante  ortum  solis  et  arefaciat  folia  et  pulveret
cum  argento  decocto  et  fit  aurum  purissimum  etc.
Nim  den  Saft  von  dem  stengel  vnd  sewdz  in  quecksilber,  so  wirt
darauß  ein  rot  stain.  den  zerpulver  vnd  wirff  es  auff  lo  vnd  ein  tail  Silbers; ­
  da  wirt  auch  golt  auß.  —  etc.
Die  zwei  folgenden  Blätter  sind  ausgerissen.  Bl.  47 a  nach  der
nunmehrigen  Zählung  beginnt  mit  den  Versen:
Des  wil  ich  mit  willen  von  ir  scheiden,
ich  wil  ir  nimmer  wesen  vntertan.
ir  valsche  tük,  die  thün  mir  vil  ze  leide,
der  ich  so  vil  von  ir  enpfangen  han.  Sie  bilden  den  Anfang
der  6.  Strofe  des  Gedichtes:  „der  sükübel“  und  sind  hier:  „Möringer’s
  weise“  überschrieben.  Darauf:
Bl.  47 b  folgt  das  Gedicht:  „der  viol“  s )
Vrlaub  hab  der  winter
vnd  dar  zu  der  kalte  sne!
vns  cumpt  ein  sumer  linder,
man  siht  anger  vnd  den  lde
gar  sumerlieli  gestehet  etc.
Die  erste  Strofe  ist  mit  Noten  versehen.  Der  bei  von  Hagen  fehlende ­
  Vers  der  5.  Strofe  lautet  hier:
die  wurden  faste  singen.
Auf  Bl.  4S n  begegnet  das  Gedicht:
Vns  ist  körnen  ein  liebe  zeit,
die  aller  weide  frewde  geit,

')  MSH.  III,  225«.

-)  MSH.  III,  202«.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.