Bericht über die Sterzinger Miscellaneen-Handschrift.
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Bl. 46 b enthält verschiedene Räthe, z. B.
Lunaria wechset gern auff hohen pergen vnd stahlen pey wasser
gevelle vnd hat ein roten stengel vnd ist auff gericht vnd die pleter
seindt alß die pfenig sinwel vnd sten vnden an dem stengel und sint
liimelvar vnd wechst mit dem mond vnd haben 32 folia in plenilunio et
descendit et aseendit sic luna in foliis, vnd wer si graben wil, der solz
si suchen in der volle des monedz, wann si dann an ir besten mellten
ist, vnd solz abbrechen ante ortum solis et arefaciat folia et pulveret
cum argento decocto et fit aurum purissimum etc.
Nim den Saft von dem stengel vnd sewdz in quecksilber, so wirt
darauß ein rot stain. den zerpulver vnd wirff es auff lo vnd ein tail Silbers;
da wirt auch golt auß. — etc.
Die zwei folgenden Blätter sind ausgerissen. Bl. 47 a nach der
nunmehrigen Zählung beginnt mit den Versen:
Des wil ich mit willen von ir scheiden,
ich wil ir nimmer wesen vntertan.
ir valsche tük, die thün mir vil ze leide,
der ich so vil von ir enpfangen han. Sie bilden den Anfang
der 6. Strofe des Gedichtes: „der sükübel“ und sind hier: „Möringer’s
weise“ überschrieben. Darauf:
Bl. 47 b folgt das Gedicht: „der viol“ s )
Vrlaub hab der winter
vnd dar zu der kalte sne!
vns cumpt ein sumer linder,
man siht anger vnd den lde
gar sumerlieli gestehet etc.
Die erste Strofe ist mit Noten versehen. Der bei von Hagen fehlende
Vers der 5. Strofe lautet hier:
die wurden faste singen.
Auf Bl. 4S n begegnet das Gedicht:
Vns ist körnen ein liebe zeit,
die aller weide frewde geit,
') MSH. III, 225«.
-) MSH. III, 202«.