332
Z i n g- e r 1 e
des pin ich in hertzen fro.
„pistu stet, ich pin also.“
Man wolt vns zwar verwerren gar,
des han ich kurtzlich genomen war.
glaub in nimmermer so gantz.
erst merck ich dein alleirantz.
fraw, sie suchent puben schantz.
in ist ie mit laster wol,
sie sint aller schänden völ.
„pfuch der hingen
valschen zungen!
vaig sei ir leib!
vngeluck ir seid vertreib!“
amen! hertzen liebstes weih.
inniclichen schrei, das man sie pann,
acht sy, acht sie in der schrann.
man sol zaigen
auff die vaigen.
sturm die glocken, plaß rumor!
mit in aus für alle tor,
das sie niemantz irren mer.
„trawt gesell von hinnen eher.“
wünsch mir gut nacht, fraw gemait!
„ich wünsch dir alle seligchait.“ —
Mit Bl. 44 h beginnt der Spruch:
Mir sagt ein cluger weiser Christen,
wie das die vier ewangelisten etc.
Bl. 46" enthält die Übersetzung des Hymnus: „Christe qui lux
est“ vom Mönch von Salzburg.
Christe, tu pist lieht vnd der tag,
du weckest ab die vinstern naht,
des lichtes schein ie an dir lag,
der selde lieht ist von dir prallt, etc. =).
1 J Keller Erzählungen p. 192. ~) Ampferer p. 8.