Bericht, über die Sterzinger Miscellaneen-Ilandschrift. 329
Darauf folgt die Übersetzung des Pange lingua vom Mönch von
Salzburg:
Lob(t) all zungen des erenreichen
gottes leychnam wirdichait etc. ')•
Dl. 42 h . Mich frewet, fraw, dein angesicht.
„warumb, gesell ?“
ob dein gnad wöll.
„dich frewt vil pas.“
fraw, was wer das ?
„das waistu wol vnd fragest mich.“
zart fraw, nain ich.
„bedenk dich reht.“
ich pin dein chneht.
„sag mir, als wie ?“
ich begab dich nie.
„in welcher mainung liebest mir?“
vnd anders chain. „sweig, des enpir.“
fraw, es ist mir.
„dein won trewgt dich, das sag ich dir.“
sy nain, trawt fraw, dem ist also,
so lielffa io.
ich mag mich zwar dein nicht vergeben,
was mir darumb geschehen mag.
Bl. 43“. Mein trew het ich zu dir gerieht.
„eher sy hin dan.“
fraw, ich enchan.
„wie mag das sein ?“
da pin ich dein.
„wer hat dich mir zu aigen geben?“
dein girlieh leben.
„wer gab dir gewalt ?“
fraw, dein gestalt.
„das glaub ich niht.“
zart fraw, ich pitt.
„nit gedencken solt“
zart fraw, mein hertz nicht anders wolt.
*) Ampferer p. 14.