828
Z i n g e r I e
ir lieb mir all mein sinn zerstrewt,
das mich gefrewt,
wann sie so minneclichen auff plickhet.
Ir gut gepär
on als gevär
nimpt mir mein swer,
das mir nach ir ist wol vnd we
ieme, ieme.
ir hertz, bey meiner sei,
si treit ir lieplich hört,
mir weis vnd wort
so gar erstort,
das mich erstumbt ir lieplichait.
ir zärtlich form ist so gemait,
wie gern ich treib mit ir den schertz,
als pald mein hertz
mit lieber forcht ob ir erschricket. —
Sweig ich, so we mir armen man !
sag ich, so wirt sie mir leicht gram,
wie ich das pest darinn betraht,
da mit gen ich vmb tag vnd nacht.
Bl. 42 a . Trostleieher trost, mein höchstes hail,
dein frömdikait, die pringt mir laid.
ich nem ir gunst zu meinem tail
für alles, das die erde trait.
Si ist mir fromde die wolgestalt,
sie tüt mich aller frewden on,
tröstlicher trost, du machst mich alt,
wie wol das ich der iar nit lian.
So han ichs doch gehört sagen,
das hoffen erner den menschen dick,
dar vmb so wil ich nit verzagen :
die zeit leit nit an einem strick.
m