Bericht über die Sterzinger Miscellaneen-Hamlschrift.
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kein freud wil ich nit haben mer,
seid mich mein liofnung hat gelan.
mir werd denn deiner gnaden mer,
so wirt kein leiden mir vntertan.
I
Sech ich dich teglich vor mir brangen
in weiß, schwartz oder in rote cleid,
so wer mein smertz auch gar zergangen,
den ich leid durch dein liplichkeit.
daz ich dir, lieb, lang han verborgen,
daz mag ich zwar nun tun nit mer,
vnd tu ez sicher fast mit sorgen,
wan von dir hab ich teglich leit, kein frcud.
Ein turteltewblein trawret fast,
so es verleurt sein liebstes ein,
vnd sitzet auf ein dürren ast,
wan aller freude hat es kein.
also wil ich heben an
vnd wil kein freud nit haben mer.
ach liebstiv fraw, daz sich dv an,
gib mir des maygen freude ee.
* *
„Welch man in sorgen leit •)
vnd ein swere burde treit,
der sol sich frewen der lieben zeit“,
daz was hie vor der alden rat.
nu hört man doch dy weysen sagen :
„kein vnmut mellt nit für getragen,
man sol in auß dem hertzen iagen.“
mein hertz in fremden frewden stat.
Mein hertz ist frisch, mein mut ist frei,
daz kan nimant wider bringen,
wan waß geschehen ist, daz sei,
nach freuden wöll wir ri(n)gen.
Mit Noten.
Sitzh. d. phil.-hist. Ci. LIV. Bd. III. Hit.
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