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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 54. Band, (Jahrgang 1866)

Bericht  über  die  Sterzinger  Miscellaneen-Hamlschrift.

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kein  freud  wil  ich  nit  haben  mer,
seid  mich  mein  liofnung  hat  gelan.
mir  werd  denn  deiner  gnaden  mer,
so  wirt  kein  leiden  mir  vntertan.
I
Sech  ich  dich  teglich  vor  mir  brangen
in  weiß,  schwartz  oder  in  rote  cleid,
so  wer  mein  smertz  auch  gar  zergangen,
den  ich  leid  durch  dein  liplichkeit.
daz  ich  dir,  lieb,  lang  han  verborgen,
daz  mag  ich  zwar  nun  tun  nit  mer,
vnd  tu  ez  sicher  fast  mit  sorgen,
wan  von  dir  hab  ich  teglich  leit,  kein  frcud.
Ein  turteltewblein  trawret  fast,
so  es  verleurt  sein  liebstes  ein,
vnd  sitzet  auf  ein  dürren  ast,
wan  aller  freude  hat  es  kein.

also  wil  ich  heben  an
vnd  wil  kein  freud  nit  haben  mer.
ach  liebstiv  fraw,  daz  sich  dv  an,
gib  mir  des  maygen  freude  ee.

*  *

„Welch  man  in  sorgen  leit  •)
vnd  ein  swere  burde  treit,
der  sol  sich  frewen  der  lieben  zeit“,
daz  was  hie  vor  der  alden  rat.
nu  hört  man  doch  dy  weysen  sagen  :
„kein  vnmut  mellt  nit  für  getragen,
man  sol  in  auß  dem  hertzen  iagen.“
mein  hertz  in  fremden  frewden  stat.
Mein  hertz  ist  frisch,  mein  mut  ist  frei,
daz  kan  nimant  wider  bringen,
wan  waß  geschehen  ist,  daz  sei,
nach  freuden  wöll  wir  ri(n)gen.

Mit  Noten.
Sitzh.  d.  phil.-hist.  Ci.  LIV.  Bd.  III.  Hit.

20
            
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