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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 54. Band, (Jahrgang 1866)

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Zing-erle

„Besehechen  den  letsten  tag  monats  January  nach  Christi,  vnsers
Herrn  vnd  Haillandts,  allerseligister  Gehurt  im  sechzechen  hundert ­
  ain  vnd  zwainzigisten  Jahr.“
b.  Eine  Abschrift.  Papier,  8  Blätter  in  Folio.
In  Kolsass  fand  Referent  beim  Fischer  ein  Weisthum.  Pergament, ­
  15  Blätter  in  4°.
Bl.  1“  :  „Vermärckt  der  ohlay  Colsass  Öffnung  vnd  alter  herkomben“.

Schluss.  „Actum  den  neunten  Tag  Monats  Deeembers  im  aintausend
  sibenhuiulert  aindliften  Jahr.  Johann  Georg  Mayr,  Pflegsverwalter
  vnd  Gerichtschreiber  zu  Rettenberg.“
In  Wattens  both  das  Gemeindearchiv  keine  Ausbeute,  weil  die
alten  Schriften  bei  dem  grossen  Brande  im  Jahre  1809  in  Flammen
aufgegangen  sind.  In  T  erfens  und  V  omp  fand  Referent  die  Vorsteher
nicht  anwesend,  wesshalb  er  auf  eine  Einsicht  in  die  Gemeindeladen
verzichten  musste.  Das  Statut  vonWeerberg  versprach  der  wackere
Lehrer  Pallhüber  in  Weer  auszumitteln.
Am  9.  October  beging  Referent  die  Dörfer  Ambras,Air  ans,
Ampass.  Am  letzten  Orte  fand  er  ein  Weisthum.  Pergament,  6  Blätter ­
  in  4°.
Bl.  1"'  „Vermerckt  des  Dorffs  vnd  Stab  Ampans  Öffnung  jrer
Grennizen,  Confin  vnd  ander  irer  nachperlichen  Ehaften  vnd  gepreuch
  wie  hernach  volgt.“
„Am  Ersten  ligt  ain  stain  in  des  Nockhs  gässel.  Darauf  ist
ain  creuz  etc.“
Bl.  6 b -:  „Es  sol  auch  der  müllner,  so  er  meid,  daz  wasser  nit
selb  abkern  vnd  wässern  pey  der  peen  v  tt.“
Auf  der  Innenseite  des  zweiten  Deckels:  „1558.  Gluck  kum  mit
freyden.  Georg  Moll,  Landtgerichtschreiber  zu  Sonnenburg  im  Yntal.“
Am  10.  und  12.  October  begab  sich  Referent  nach  Vill,  Igels,
La  ns  und  Sistrans.  In  Vill  und  La  ns  ward  ihm  die  Einsicht  in  die
Gemeindeladen  gestattet,  jedoch  fand  sich  keine  Ausbeute.  In  Igels
wusste  man  allerlei  Ausflüchte  gegen  einen  Besuch  des  Archives,  und
der  Grund  derselben  ist  nicht  geheim.  Es  ist  aber  betrübend,  wenn
ein  Herr,  der  das  Salz  und  die  Leuchte  der  Gemeinde  sein  soll,  wissenschaftliche ­
  Forschungen  hemmt,  anstatt  zu  fördern.  Wenn  man
bei  Bauern  auf  Unverständniss  einer  solchen  Sammlung  und  Misstrauen ­
  stösst,  so  ist  dies  verzeihlich,  aber  ein  „Herr“  sollte  sich  über
            
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