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K v i c a 1 a
Es bieten sich hier mehrere Annahmen dar. Man könnte glauben,
dass 5-vstv ydp xrX. mit Rücksicht auf rotatd’ gesetzt ist und die Epexegese
von vop.otst rotatd’ enthält, wie ja häufig nach demonstrativen
Ausdrücken der folgende erklärende Satz mit yäp eingeleitet
wird. Man könnte auch annehmen, dass 7dp eine Begründung zu den
Worten -ouvop.’ r,g y.aXov pövov liefert, da diese Worte den Tadel vj
izlyv roü övop«zog aic/pd ianv enthalten. Wahrscheinlicher ist mir
aber, dass der Dichter 7dp mit Bezug auf die unmittelbar vorhergehenden
Worte -d ö' d'hla arjü rrjv Siov <poßovp.£vri oder, genauer
gesagt, mit Rücksicht auf den Gedanken, der der fphigeneia bei
diesen Worten vorschwebte und den sie aus Furcht vor der Göttin
unterdrückte, gesetzt hat.
Was ist nun aber dasjenige, was fphigeneia aus Furcht vor der
Göttin verschwieg? Manche haben angenommen, dass fphigeneia
gewisse geheime Opferceremonien nicht verrathen wollte. Aber zu
dieser Hypothese eines Mysteriencultus ist man durch gar nichts
berechtigt. Und angenommen aber nicht zugegeben, dass Iphigeneia
wirklich unter -d dlla dies verstanden hätte, so war doch für sie
kein Grund zur Befürchtung vorhanden, auch wenn sie diese angeblichen
Mysterien ausdrücklich erwähnt hätte. Iphigeneia spricht ja
hier zu sich selbst. Und wenn es auch bekannt ist, dass die Prologe
des Euripides eigentlich für die Zuhörer bestimmte Einleitungen des
Dramas sind, so konnte der Dichter doch Iphigeneia nicht so sehr aus
der Rolle fallen und sie diese Rücksicht auf die Zuhörer nehmen
lassen. Euripides war sicher weit davon entfernt, auf Mysterien hinzudeuten;
vielmehr lässt er Iphigeneia die Opfergebräuche V. 606 ff.
schildern.
Andere nehmen an, dass Iphigeneia sich scheute, das Opfer als
ein so abscheuliches zu bezeichnen, wie es verdiente. Hermann:
"O^v apertum est ad id referri, quod sacerdos facta est Iphigenia.
Itaque dictura erat, hinc se ritu, quo dea gauderet sacri, cuius nihil
aliam sententiam per particulam '/dp denuo restauratam, quasi omissa hac
particula haberemus hanc orationem integram: cXSrsv vou.oigi, oEAiv -ijösrai
Sei "Aprspuc, sopvvjc, rvj; rouvopa xaXöv povov—ra o ’ aXXa <7i*/m, rrjt 3söv
ooßoupsvvj — Süc0 og ob xazfljy rrjvSs yyjv J'XXvjV äv^p“. Aber >/otp wird
nie, sowie ouv, zur blossen Wiederaufnahme der Erzählung gebraucht.
Die zw r ei von Hand angeführten Beispiele sind ganz anders zu erklären.