Dacier und Rumänen.
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Die unvorbereiteten Städte, die Menschen und Horden des
flachen Landes wurden eine Beute der ersten Überfälle. Kaiser
Isaak II. zog ins Feld und fand hartnäckigen Widerstand; doch
gelang es die Walaehen zu überfallen, und zu schlagen. Sie warfen
sich in allgemeiner Flucht in das Land jenseits der Donau, in dem
die Rumänen schweiften, von den Griechen mit herkömmlicher
Ignorirung der Thatsachen Scythen genannt 1 ).
Nun hätte der Kaiser den Aufruhr im wehrlosen Mösien völlig
erdrücken können, doch er beschränkte sich auf Vernichtung von
Getreidevorräten und beruhigte sieh bei den Bitten und Versprechungen,
welche die zurückgebliebenen Walachen mit Arglist an ihn
richteten. Kaum halte die Schaar der Flüchtigen von der Rückkehr
des Kaisers in die Hauptstadt Kunde, so erschien sie von neuemaufdem
Schauplatz, jetzt begleitet von zahlreichen kumanischen Bundesgenossen.
Dem fortan heftiger um sich greifenden Unwesen der Aufständigen
von neuem entgegen zu treten, fehlte es dem Kaiser an
Mifth und Thatkraft; er sandte den wackern Prinzen Johannes in das
Feld. Wie dieser aber seinen Auftrag ernst nahm, fiel er sogleich in
den Verdacht, nach dem Throne seines Oheims zu streben und musste
einem Schwager des Kaisers weichen, dessen Dünkel und Tollkühnheit
schlecht zu einem gefährlichen Guerillakriege passten. Als dieser
nun allem Abraten zum Trotz einmal im offenen Felde ein unbefestigtes
Lager bezog, wurde er von den Feinden überrascht
und völlig geschlagen. In dem Rauhe seiner kaiserlichen Prachtgewänder
stolzirten die beiden siegenden Brüder Peter und Asan.
Nun wurde der Oberbefehl Alexius Vranas gegeben, einem der
besten griechischen Anführer, einem Manne von Vorsicht und vieler
Erfahrung doch auch von unbegrenztem Ehrgeiz. Das hochverräterische
Unternehmen, das man dem Prinzen Johannes zugetraut hatte,
setzte dieser ins Werk. Er wendete die Waffen gegen den Kaiser,
war jedoch unglücklich und verlor das Lehen. Sein Heer löste sich
Asan und seine Nachfolger nach dem Vorgänge von Symeon und Peter
sieh des Titels Zar, d. h. Caesar, ßaaiks-jg bedienten. Schafafik, Slavisehe
Alterthümer II, 189.
1) Nicct. Chon. I, 239 ro-j "Iorpov «pp.Tjo’av, xai roürov ötajrXoHiräfjtsvoi zol$ ix
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