Dacier und Romanen.
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ganz neuer Zeit 1 ). Den sichersten Aufschluss böte ihre Sprache, doch
ist der Dialekt der serbischen wie der bulgarischen Walachen niemals
einer wissenschaftlichen Prüfung unterworfen worden.
Eine viel ansehnlichere Gruppe der südlichen Walachen bilden jene
welche den Griechen und Slaven unter dem Namen Zinzaren oder
Kutzowlachen bekannt sind, bei Sprach- und Geschichtsforschern
neuerer Zeit Macedowlachen heissen. Bis auf einen Theil der imPindusgebirge
zwischen Thessalien und Epirus ansässigen Stämme, die den
Namen Armeng führen 2 ), legen auch diese sich den Namen Rum
(Rumuni) bei, so wie die nördlichen Walachen.
Den Namen Kutzowlachen aber, den man schon vielfach zu
deuten versucht hat, erklären wir wol am besten folgenderweise. Ein
Haufe Bulgaren entzog sich im siebenten Jahrhundert avarischer
Herrschaft und gelangte nach Macedonien, wo ihr Versuch sich
Thessalonichs zu bemächtigen von den Griechen vereitelt wurde.
Diese Abtheilung Bulgaren gehörte wahrscheinlich zu dem Stamme
der Kutriguren oder wie sie auch heissen Kutziagiren, denn ein
Bischof derselben erscheint später in einem Verzeichniss griechischer
Bisthiimer Macedoniens. Wir finden die Walachen aber in Nieder-Albanien,
Thessalien, dem westlichen Macedonien, in Griechenland
und Thracien. Am schwächsten im letzteren. Da bilden sie eine kleine
Volksinsel hei Peristera unweit der Maritza. Zahlreicher leben sie
im nördlichen Griechenland, im Thale des Spercluos oder Heliada
(11.000) und auf der Insel Euböa, wo sie die Landschaft Grosswlachien
(ixeydlr, BAayia) im Delphigebirge (Atypo?) erfüllen.
In Albanien leben sie gruppenweise bei Kawaja, Tiranna, Berat,
Moskopoli, Lubiscos u. a. s). Gleich eingesprengten Gesteinkörnern ist
ihr Vorkommen inmitten bulgarischer Bevölkerung im Westen Macedoniens.
So in Turnavo, Monastir u. a. Am dichtesten tritt die zinzarische
Bevölkerung im Pindusgebirge und in den anschliessenden llochthälern
des Arachthos (Aspropotamos) bis zum See von Jänina auf.
Die letztere Landschaft wird Vlachochöria (H},ayoyßp'.a) genannt 4 ).
0 Lcjean, Ethnographie de la Turquie d’Europc S. 20.
2 ) Hahn, Albanesisclio Studien I, 33.
3 ) Hahn, I, 33 und nach mündlicher Mittheilung. Einer genauem Zählung und
Beschreibung entbehren wir noch völlig.
4 ) Hahn a. a. 0. 1, 133 „die Vorstadt von Durazzo ist grösstentlieils von
VVIaclien bewohnt, ln dem Thale von Kawaja finden sich, ausser der städti-