Analecla aus der chinesischen Pathologie. 619
Pulver zerrieben. Man bläst es in die Nase und wenn Niesen erfolgt,
ist der Zustand heilbar.
Das die Engpässe eröffnende Pulver sind schwarze Pflaumen,
fleischige Eisscholle und rohes Nan-sing zu feinem Pulver zerrieben.
Man reibt damit die Zähne und der verschlossene Mund kann geöffnet
werden.
Das ()1 von Pa-teu (Croton-Ül), Papierrollen und Thsao-kio
werden zu feinem Pulver zerrieben. Man verbrennt es und lässt es
als Rauch in die Nase dringen. Das Bewusstsein wird dadurch wieder
hergestellt.
Man nimmt Schildkrötenharn (kuei-tiiao) und betupft mit ihm
die Gegend unter der Zunge. In der Sprache tritt dadurch eine Veränderung
ein.
Das Pulver der drei Hoch st weisen (san-sching-san).
Das Pulver von Melonennahel (kua-ti-san).
Das Pulver von ganzen Scorpionen (tsiuen-hie-san).
Das Pulver des fünffachen Ursprungs (u-yuen-san).
Die Pillen von Pa und Alaun (pa-fan-hoan).
Wo kein Schweiss vorhanden, ist als Brechmittel angemessen
Fang'), Li 2 ) und Nabels). Wo Schweiss vorhanden, passt Melonennabel
und man gibt Scorpiouen ganz hinzu. Schwere Zubereitungen
sind Li, Bohnen*), Alaun, Tlisau, Galliges 5 ). Wo Schleim verstopft,
bewirkt man Erbrechen durch Pillen von Alaun.
(Erklärung.) Wo die Verstopfung durch Schleim und Speichel
vollkommen, kein Schweiss vorhanden und die Aussenseite voll ist,
bedient man sich des Pulvers der drei Höchstweisen. Dieses ist
Fang-fung, Li-lu, Melonennabel. Man bewirkt damit Erbrechen.
Wo Schweiss vorhanden und die innere Seite voll ist, bedient
man sich des Pulvers von Melonennabel. Dies ist Melonennahei und
rothe kleine Bohnen (Crotonfrüchte). In einigen Fällen bedient man
1 j Die Pflanze Fang-fung.
2 ) Die Pflanze Li-lu.
y ) Der Nabel der Melonen.
*) Rothe kleine Rohnen (tschr-siao-tcu), d. i. Crotonfrüchte.
*) Galliger Alaun (tan-fan).