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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 53. Band, (Jahrgang 1866)

Analecta  aus  der  chinesischen  Pathologie.

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Wenn  nach  der  Lösung  durch  den  Schweiss  etwas  übrig  bleibt,
befolgt  man  dieselbe  Methode,  die  in  dem  Vorhergehenden  angeführt
worden.
Auch  das  Wechselfieber  der  Dämonen  kommt  häufig  während
der  Nacht  zum  Ausbruch,  und  man  leitet  es  von  der  Luft  der  Leichen
her.  Vergleicht  man  es  mit  dem  Leiden  des  Wechselfiebers  der
drei  Urstolfe  der  Finsterniss,  so  sind  in  der  Nacht  viele  böse  Träume,
und  es  erzeugt  um  die  Zeit  Furcht  und  Bangen.  Es  ist  angemessen,
es  mit  den  Pillen  des  Wohlgeruches  des  Su-hö')  zu  behandeln.

Die  Krankheit  der  Luft  des  entlaufenden  Ferkels.
Der  Meister  sagt:  Es  gibt  eine  Krankheit:  das  entlaufende
Ferkel,  es  gibt  das  Erbrechen  von  Eiter,  es  gibt  Schrecken  und
Bangigkeit,  es  gibt  das  Unrecht  des  Feuers.  Diese  vier  Arien  von
Krankheiten  zieht  man  sich  durch  den  Schrecken  zu,  in  Folge  dessen
sie  zum  Ausbruch  kommen.
(Bemerkung.)  In  den  Büchern  findet  sieh  blos  ein  einziges
Zeichen:  das  entlaufende  Ferkel,  jedoch  das  Erbrechen  von  Eiter,
Schrecken  und  Bangigkeit  und  das  Unrecht  des  Feuers  sind  aus
den  Tafeln  entfallen.  Es  ist  gewiss  ein  lückenhafter  Text.

Der  Meister  sagt:  Die  Krankheit  des  entlaufenden  Ferkels  erhebt
sich  von  dem  unteren  Tlieile  des  Bauches  und  stösst  nach  oben  an
die  Kehle.  Nachdem  sie  zum  Ausbruch  gekommen  und  erstanden,
gedenkt  man  zu  sterben.  Sie  kehrt  wieder  zurück  und  hält  inne.
Man  bekommt  sie  in  allen  Fällen  durch  Schrecken  und  Furcht.
(Erklärung.)  Das  entlaufende  Ferkel  ist  eine  Krankheit  der
Nieren.  Da  diese  Krankheit  von  dem  unteren  Theile  des  Bauches
nach  oben  an  die  Kehle  stösst,  hat  man  das  Gefühl,  als  oh  ein  Ferkel

0  Su-hö-hiang-hoan  „die  Pillen  des  Wohlgeruches  des  Su-hö,  ein  zusammengesetztes
Heilmittel.  Es  ist  wahrscheinlich,  dass  der  Hauptbestandtheil  die  Pflanze  Su,  auch
Thse-su  „das  bläuliche  Su“  genannt,  eine  Art  Basilicum,  japanisch  nora-je.  Es  gibt
auch  ein  Öl  von  Su-hö  (su-hö-ycu).
            
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