Analecta aus der chinesischen Pathologie.
601
Ist bei diesen beiden Zeichen Erbrechen, so gibt man zu
gleichen Theilen Puan-hia hinzu.
Geschah früher die Beschädigung durch den Wind, später die
Erkältung, entsteht zuerst Hitze, hierauf Kälte, so nennt man dies
das warme Wechselfieber. Es ist angemessen, den Absud des weissen
Tigers zu gebrauchen. Ist der Schweiss stark, so verbindet man
damit den Ahsud von Zimmtzweigen.
Ist die Luft des Urstoffes des Lichtes vollkommen, so kommt
der Urstoff des Lichtes einzig zum Vorschein, und in diesem Falle
ist bloss Hitze, jedoch keine Kälte. Dies nennt man das ermüdende
Wechselfieber. Es ist angemessen, den Absud von Thse-hu und
weissem Tiger zu gebrauchen. Dies ist nämlich das kleine Thse-hu
in Verbindung mit dem Absude des weissen Tigers.
Ist die Luft des Urstoffes der Finsterniss vollkommen, so
kommt der Urstoff der Finsterniss einzig zum Vorschein, und in
diesem Falle ist bloss Kälte, jedoch keine Hitze. Dies nennt man
das weibliche Wechselfieber. Es ist angemessen, den Absud von
Thse-hu und Zimmtzweigen zu gebrauchen. Dies ist nämlich das
kleine Thse-hu in Verbindung mit dem Absude von Zimmtzweigen.
Bei dem Wechselfieber der Speise ist Verstopfung, Trübsinn,
Aufstossen und Widerwillen gegen Speise. Pflanzenfrucht, kleines
Tlise und das den Magen Beruhigende 3 ) sind angemessen. Ist das
Wechselfieber im Inneren, der Stuhlgang fest, so führt man mit dem
grossen Thse 3 ') ab. Man fügt Geläutertes 4 ), Pin 5 ), Frucht"), und
Pti 7 ) abgemessen hinzu.
(Erklärung.) Wenn durch Speise eine Erkrankung an Wechselfieber
stattfindet, so ist Verstopfung, Trübsinn, Aufstossen und
Widerwillen gegen Speise. Es ist angemessen, den Zustand durch
kleines Thse-hu in Verbindung mit dem den Magen beruhigenden
Pulver und mit einem Zusatze von Pflanzenfrucht (isao-ko) zu
1 ) D. i. das kleine Thse-su (siao-thse-hu).
3 ) Das den Magen beruhigende Pulver (ping-wei-san).
3 ) Das grosse Thse-hu (ta-thsc-hu).
Geläutertes Salz (mang-siao).
5 ) Pin-lang, Arecanuss.
6 ) Pflanzenfruclit (tlisao-ko).
7 ) Dickes Pö (heu-pö).