Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 53. Band, (Jahrgang 1866)

592

I*  t'i  z  in  a  i  e  r

Wenn  das  gebundene  Blut  sich  vermittelst  des  Unrechts  sammelt, ­
  so  ist  Hitze.  Deswegen  entfernt  man  durch  Päonienblumen
und  bläuliche  Weisswurz  das  in  dem  Blute  versteckte  Feuer.  Wenn
in  der  Mitte  des  Zwerchfells  wirkliche  Hitze  sich  äussert,  so  lässt
man  bei  dem  Mittel  der  tausend  Gewichte  (tsien-kin-fang)  die
Wanzen  und  das  rothe  gereinigte  Salz  weg  und  gibt  Hornblatt  des
Meeres  (hai-thsnoj  und  Ta-yi  ')  hinzu,  um  das  Harte  zu  erweichen
und  das  Wasser  zu  verwandeln,  was  wieder  vortrefflich  ist.

Der  Meister  sagt:  Wenn  die  Luft  des  Urstotfes  der  Finsterniss
allein  abgeschnitten,  die  Luft  des  Urstoffes  des  Lichtes  allein  hervorkommt, ­
  so  ist  Hitze  und  wenig  Luft.  In  dem  Anfall  ist  Gedrücktheit, ­
  Hände  und  Fiisse  sind  heiss  und  es  besteht  Neigung  zum  Erbrechen. ­
  Dies  nennt  man  mit  Namen:  das  ermüdende  Wechselfieber. ­
  Ist  blos  Hitze  und  keine  Kälte,  so  birgt  sich  die  Luft  des
Unrechts  innerlich  in  dem  Herzen,  äusserlich  wohnt  sie  und  zertheilt
  sich  zwischen  dem  Fleische  und  bewirkt,  dass  die  Haut  und
das  Fleisch  des  Menschen  zerschmelzen.
(Bemerkung.)  Wo  hier  das  ermüdende  Wechselfieber  besprochen ­
  wird,  ist  in  dem  Texte  eine  Stelle  ausgefallen.  Die  drei
Zeichen  des  Buches  des  Inneren  werden  nicht  wieder  erklärt

Was  das  warme  Wechselfieber  betrifft,  so  ist  sein  Puls  wie  im
Zustande  der  Gesundheit.  Der  Leib  empfindet  keine  Kälte,  und  es
ist  nur  Hitze  vorhanden.  Die  Gelenke  der  Knochen  sind  schmerzhaft,
zur  Zeit  des  Anfalls  besteht  Erbrechen.  Der  weisse  Tiger  mit  Absud
von  Zimmtzweigen  ist  vorgesetzt.
(Bemerkung.)  Wo  hier  das  warme  Wechselfieber  besprochen
wird,  ist  in  dem  Texte  eine  Stelle  ausgefallen.  Es  ist  in  dem  Buche
des  Inneren  bereits  erklärt  und  wird  nicht  wieder  ausgelegt.

Die  Pflanze  ta-yi,  wörtlich:  „die  grosse  Hakenlanze“,  japanisch  dai-geki  ausgesprochen ­
  und  sonst  auch  fama-fito-kusa  genannt.
2 )  Die  drei  Zeichen  sind  das  ermüdende  Wechselfieber,  das  warme  Wechselfieber
und  das  weibliche  Wechselfieber.  Was  über  dieselben  in  dem  „Buche  des  Inneren“
gesagt  wird,  ist  am  Ende  dieses  Abschnittes  als  Anhang  geliefert  worden.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.