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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 53. Band, (Jahrgang 1866)

Analecta  aus  der  chinesischen  Pathologie.

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(zehn  Gauting),  klaren  Wein  ein  Ho  (hundert  Gauting)  fünf  Ten.
Man  tränke  die  Asche  und  warte  bis  der  Wein  zur  Hälfte  aufgegangen. ­
  Man  lege  die  Schildkrötenschale  hinein  und  lasse  es  einsieden, ­
  bis  die  Masse  gleich  Leim  oder  Pech  wird.  Man  drücke  den
Saft  aus  und  gebe  in  diesen  die  Arzneien.  Man  siede  es  und  verfertige ­
  daraus  Pillen  von  der  Grösse  der  Frucht  des  Bignoniabaumes
  ').  Man  gebe  bei  nüchternem  Magen  sieben  Pillen  und  wende  es
täglich  dreimal  an.
(Gesammelte  Erklärungen.)  Siü-lin  sagt:  Man  gebraucht  als
Arznei  den  Absud  von  Schildkrötenschale,  weil  die  Schildkrötenschale ­
  in  die  Leber  dringt,  das  Unrecht  entfernt  und  das  Richtige
ernährt.  Der  hiermit  in  Verbindung  gebrachte  Wein,  mit  welchem
man  die  gereinigte  Asche  des  Heerdes  getränkt,  beseitigt  die  Verhärtungen ­
  des  Bauches,  deswegen  macht  man  ihn  zum  Gebieter.
Der  Absud  des  kleinen  Thse-hu,  der  Absud  der  Zimmtzweige  und
der  im  Grossen  die  Luft  zu  Stande  bringende  Absud  (ta-tscliingklii-thang
  sind  die  Vorgesetzten  Arzneimittel  der  drei  Urstolfe  des
Lichtes,  deswegen  macht  man  sie  zum  Diener.
Das  Süssholz  jedoch  verabscheut  das  Weiche  und  Träge  und
verringert  die  Kraft  der  Arzneien.  Die  Citronenfrüchte  verabscheuen
die  zersprengte  Luft  und  führen  gerade  nach  unten  ab.  Deswegen
entfernt  man  diese  Mittel.
Man  gibt  ausserdem  trockenen  Ingwer  hinzu.  Leim  unterstützt ­
  das  Ginseng.  Das  weisse  Scho  3 )  ist  warm,  nährend  und  ein
Nebenmittel.
Die  Verhärtungen  des  Bauches  entlehnen  gewiss  das  Blut  und
stützen  sich  auf  den  Schleim.  Deswegen  zertheilt  man  durch  die
vier  Insecten  und  die  Pfirsichkerne  in  Verbindung  mit  Puan-hia  das
Blut  und  verwandelt  den  Schleim.
Jede  Anhäufung  hat  gewiss  ihren  Ursprung  in  dem  Gebundensein ­
  der  Luft.  Die  Luft  wird  befördert,  und  die  Anhäufung  ist  zertheilt. ­
  Deswegen  befördert  man  durch  Rabenfächer  und  Paronychia
die  Luft  der  Lungen.  In  Verbindung  mit  Steinschilf  und  Nelken
läutert  man  die  Hitze  des  Unrechts  und  verwandelt  das  Zerstreutsein ­
  der  Luft.

Die  Frucht  des  Baumes  Ngu  (bignonia  tomentosa,  japanisch  kiri).
2 )  Pe-schö  (das  weisse  Scho)  eine  Disteiart.
            
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