Analecta aus der chinesischen Pathologie.
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gleich den zum Indigoblaufärben verwendeten Blättern. Der Mund
ist verschlossen, die Zähne zusammengepresst, in dem Herzen ist
Bangigkeit und Verwirrung. Der Tod erfolgt dann zwischen Morgen
und Abend.
Wollte man annehmen, dass die Krankheit durch die Haut und
die Haare eintritt, so gäbe es keine andere Krankheit von so schnellem
Verlaufe. Es ist kein Zweifel, dass sie durch den Mund und die
Nase nach unten in die Kehle dringt.
Um so mehr ist die Angabe, das man bei dem Gifte des Urstoffes
der Finsterniss den Schwefel und den Pfeffer des Landes
Scho weglassen solle, gewiss ein Fehler des Abschreibers. Wenn
man daher diese Erscheinungen behandelt, frage man nicht nach den
Urstoffen der Finsterniss und des Lichtes. Man steche blos den
Sumpf des Schuhes. Man halte sich an den Ort, wo in der Mitte der
Hand, in der Mitte der zehn Finger die Adern und die Fäden plötzlich
zum Vorschein kommen und lasse das Blut hervortreten. Ist
dieses geringfügig, so bedient man sich der Methode des Abschabens
der Sandkrankheit. Indem man diese befolgt, gibt man das
Thse-kin-ting •). In einigen Fällen erfolgt Erbrechen, in anderen
Durchfall, in anderen Ausbruch von Schweiss, und nicht wenige
Kranke genesen.
Hören Erbrechen und Durchfall nicht auf, ist Hohlheit, ist Unregelmässigkeit,
kalter Schweiss, ist der Puls unbedeutend und will
ausldeiben, so gebraucht man in Hüllen gebranntes Fu-tse 2 ), in
Hüllen gebranntes Tschuen-U 3 ), Oleaster von TJ 4 ), Gewürznelken,
rohen trockenen Ingwer und Süssholz. Bei Leere fügt man Ginseng
hinzu. Wenn man auf diese Weise zu Hülfe kommt, bleiben ebenfalls
viele Kranke am Leben.
(Gesammelte Erklärungen.) Wang-li sagt: bei Tscliung-king
findet sich zwar der Name des Giftes des Urstoflfes der Finsterniss,
allein die aufgestellten Zeichen beschränken sich auf grüne Farbe
des Angesichts, Schmerzhaftigkeit des Leibes, Schmerzhaftigkeit
*) Thse-kin-ting „die Öllampe von bläulichem Metall“, eine unbekannte Arznei.
2 ) Fu-tse f eine unbekannte Giftpflanze.
3 ) Tschuen-U scheint die Zusammenziehung- von Tschuen-U-teu „das Aconitum des
Flusses“ zu sein.
lt ) U-tschü-yü „Oleaster des Landes t/“, heisst im Japanischen Kawa-fazikami „der
Flusspfefler“.