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P f i z m a i e r
(Erklärung.) Dass bei der Lilienkrankheit kein Monatfluss, Erbrechen,
Abführen oder Ausbruch von Schweiss und dass die Beschaffenheit
der Krankheit wie im Anfänge, hat die Bedeutung, dass
die Krankheit sich in die Länge zieht und weder zunimmt noch
abnimmt, indess die Zeichen an der Gestalt wie im Anfänge des
ersten Capitels angegeben worden.
Weil der Absud der Lilie und des Beinwells mit den hundert
Adern in Verkehr tritt, die hundert Adern kühlt und die Krankheit
trifft, gebrauche man ihn nicht wieder. Es ist zu fürchten, dass man
ihn übermässig gebrauche. Bei dem frischen Beinwell ist der Koth
gewöhnlich wie Pech.
Bas Mittel des Absudes von Lilien nnd Beinwell.
Lilien sieben Stück, zerstossen.
Der Saft des frischen Beinwells ■) einen Ganting.
Bei dem obigen Mittel wasche man die Lilien mit Wasser und
lasse sie über eine Nacht weichen. Wenn weisser Schaum hervorkommt,
entferne man das Wasser und siede sie wieder mit zwei
Ganting Quellwasser. Man nehme einen Ganting, entferne den Bodensatz
und gebe den Saft des Beinwells hinzu. Nachdem man es gesotten,
nehme man einen Ganting, theile es in Mengen von fünfmal
zelm Löffel voll und gebe es warm zweimal ein. Wenn es auf die
Krankheit einwirkt, gebe man es nicht wieder ein. Der Koth ist
gewöhnlich wie Pech.
(Gesammelte Erklärungen.) Tsching-lin sagt: Die Blüthen und
die Blätter der Lilie sind nach vier Seiten gekehrt, deswegen besitzen
sie die Eigenschaft, nach oben, unten und nach den vier Seiten
zu verkehren und durchzudringen. Die Wurzeln sind ebenfalls eine
Menge, die Blumenblätter bilden sieb vereint. Daher der Name: die
hundert Vereinigungen (pe-hoj. Man gebraucht sie thatsächlich als
Arznei bei der Lilienkrankheit.
Kao-schi-schi sagt: Die Lilie ist von Farbe weiss, von Geschmack
süss. Sie ist ein verbesserndes Mittel des grossen Urstoffes
l ) Oie Pflanze ti-hoaliy „das Erdgelb“ entspricht dem symphytum officinale.