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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 53. Band, (Jahrgang 1866)

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P  f  i  zma  i  er

dann  ist  Stumpfsinn  und  Schweigsamkeit.  Im  Gehen,  im  Liegen,
beim  Essen,  Trinken,  bei  Hitze  und  Kälte  ist  eine  Art  leeren  Ubelbefindens
  mit  unhaltbarer  Gestalt.
Tschin-ming-tsung  sagt:  Wenn  das  Unrecht  zu  der  Mitte  der
Brust  ausschreitet,  wenn  es  sich  fortsetzt  und  den  oberen  Theil  der
Herzgrube  erreicht,  so  besteht  Esslust,  man  ist  aber  nicht  im  Stande
zu  essen.  Es  läuft  zu  der  Leber  und  zu  den  Nieren,  deswegen  ist
gewöhnlich  Schweigsamkeit.  Es  fliesst  und  tritt  in  die  Milz  und  in
den  Magen,  deswegen  will  man  liegen  und  ist  nicht  im  Stande  zu
liegen.  Man  will  gehen  und  ist  nicht  im  Stande  zu  gehen.  Wenn
das  Unrecht  nicht  in  dem  Magen  sitzt,  so  gibt  es  für  Essen  und
Trinken  bisweilen  eine  günstige  Zeit.  Wenn  es  die  Luft  des  Magens
verstopft  und  niederdrückt,  so  riecht  ‘man  den  Geruch  von  Speise.
Wenn  es  in  die  Galle  fliesst,  so  ist  der  Mund  bitter.  Wenn  es  in  die
Harnblase  fliesst,  so  ist  der  Harn  roth.
Die  obigen  Zeichen  erscheinen  nicht  in  einer  einzigen  Reihe
zugleich.  Sie  ziehen  weiter,  wechseln,  verändern  sich  und  bewegen
sich,  indess  sie  erscheinen.

Wenn  die  Lilienkrankheit  bei  dem  Urstoffe  der  Finsterniss  erscheint, ­
  so  kommt  man  nach  den  Gesetzen  des  Urstoffes  des  Lichtes
zu  Hilfe.  Wenn  sie  hei  dem  Urstoffe  des  Lichtes  erscheint,  so  kommt
man  nach  den  Gesetzen  des  Urstoffes  der  Finsterniss  zu  Hilfe.  Sieht
man  dass  der  Urstoff  des  Lichtes  den  Urstoff  der  Finsterniss  angreift
und  wieder  den  Schweiss  ausbrechen  macht,  so  ist  dies  unregelmässig. ­
  Sieht  man  dass  der  Urstoff  der  Finsterniss  den  Urstoff  des
Lichtes  angreift  und  wieder  nach  unten  abführt,  so  ist  dies  ebenfalls ­
  unregelmässig.
(Erklärung.)  Dies  unterstützt  den  oberen  Abschnitt  und  erläutert ­
  die  Behandlung.  Bei  der  Lilienkrankheit  (der  einzigen  Krankheit ­
  der  hundert  Vereinigungen)  ist  es  schwer,  die  Urstoffe  der  Fins
  terniss  und  des  Lichtes,  die  innere  Seite  und  die  Aussenseite  zu
unterscheiden.  Deswegen  hat  man  ihr  den  Absud  der  Lilie  (der
hundert  Vereinigungen)  und  anderer  Mittel  vorgesetzt.  Wenn  die
Krankheit  bei  dem  Urstoffe  der  Finsterniss  erscheint,  so  kommt  man
nach  dem  Gesetze,  dem  gemäss  das  Warme  den  Urstoff  des  Lichtes
nährt,  zu  Hilfe.  Wenn  sie  bei  dem  Urstoffe  des  Lichtes  erscheint,  so
            
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