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zahlloser Menschen entfernten sie zum grossen Theile die alte Bevölkerung,
an deren Stelle, die slavisehe trat. Seit der Mitte des 6.,
während des Verlaufes des 7. und S. Jahrhunderts änderte sich der
Volkscharakter des oströmischen Reiches durchaus und erhielt von
den Donauufern his an die Bergwälle des Taygetus gänzlich slavisehes
Gepräge. Es ist eine Zeit, wo von Arkona an der Ostsee his
Matapan ununterbrochene Ansiedlungen slavischer Völker den Continent
erfüllen. Sklavinien nennen die byzantinischen Chronisten
ihre Bezirke im Norden, wie im Süden der Donau *).
Damals müssen auch die römischen oder lateinischen Unterthanen
des griechischen Reiches, und solche gab es gewiss noch in den
beiden Mösien und im aurelianisehen Daeien, furchtbar gelitten
haben. Wir wissen wie sich die Wut der Barbaren — die slavisehe
Kriegsfurie ist sich zu aller Zeit gleich gebliehen — gerade in der
Zerstörung der Städte äusserte. Der Slave liebte es auf dem Lande
zu wohnen, Schonung städtischer Ansiedelung war ihm durchaus fremd.
In den kurzen und wenigen Zeilen, welche die grosse Veränderung
im Reiche melden, lesen wir einmal ausdrücklich die Namen Singidunum
(Belgrad) und Anchialos -) unter den verwüsteten Plätzen.
Seit ungefähr 590 wurden die Slaven Südungarns den Avaren
unterthan; in der Moldau und Walachei blieben sie wie es scheint
frei. Einer ihrer mächtigen Häuptlinge Muzok wurde von den Byzantinern
durch List gefangen genommen. In diesen Heereszügen der
byzantinischen Feldherren Priscos und Petros (590— 596) gegen
die Slaven des alten Daciens werden von Theophanes, der unsere
Quelle ist, dacische Römer nirgends genannt, obgleich man seihst
dreier GepidendörfeV Erwähnung thut °).
Bald tritt noch ein anderer Stamm auf den Schauplatz, die
Bulgaren. Diese ein Zweig der grossen finnischen Familie, alt—
Q Seit dem 8. Jahrhundert bei Theophanes, Nicephor. Patriarcha, Cedrenus.
3 ) Euagr. Schol. Histor. Eeeles. VI, 10. To-jrcov «äs ^tnpoüvrwv ol "A/Sapss
(d. i. die Slaven) die p-ixpi- voö xaXciupivou paxpoö 7ciy_ov( OteXacavves,
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fpovpia E^e^oXiöpxvjt7av xal ävdpajrodtaavro, äiroXXövrsj ajravva xal KvpiroXoOvTsg.
Einen Einfall des Jahres 588 erwähnt Menander, De Iegat. lib. II.
p. 84, Merä ös rd reraprov Tißspiov Kcovoravvlvou Kataap&e iv r-p Opäxv;
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3 ) Theophylact. 8, 3.