Eine altspanische Prosadarslellung der Crescentiasage.
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scheinungen, welche sich auf alle altspanischen Denkmäler erstreckte,
und wer sich an diese lohnende, durch gute Vorarbeiten wesentlich
erleichterte Aufgabe machen wird, wird auch aus der hier veröffentlichten
Schrift guten Nutzen ziehen. Nur auf Einiges möchte ich
aufmerksam machen. Zuerst auf eine Verbalform.
Die 3 Sing, des Perfects von jacere lautet yogo. Spanische
Herausgeber, wie de los Rios (im oben citierten 5. Bande seiner
Historia, S. 366) und Gayangos (im 51. Bande der Biblioteca
de autores espanoles, S. 143), betonen yogo *), als ob es ein
schwaches Perfect der ersten Conjugation wäre. Es scheint aber
kaum einem Zweifel zu unterliegen, dass wir es vielmehr mit einem
starken Perfecte der zweiten Conjugation zu thun haben, welches
dem gemäss yogo lauten muss. Wie plögo zu plakuit plaukit, hobo
zu liabuit haubit, söpo zu sapuit saupit, so verhält sich yogo zu
jakuit jaukit. Würde das Worl noch im Gebrauche sein, so würde
es wohl yugo, wie plugo, liubo, supo, lauten. So fasst Diez (Gramm.
II-, 173) das Verluiltniss auf; so Del ins in seinem Aufsatze über
altspanische Conjugation (Herrig’s Archiv X, 15b), so Damas Hinard
in seiner Ausgabe des Rhema del Cid, V. 581 und Andere. Ich nahm
daher keinen Anstand V, 7 das Wort als Paroxytonon aufzufassen.
Bemerkenswerth ist aber, dass in der Sibilln (Rios,l. c., S.4574) das
Futurum yogure yognredes vorkommt, welches also wirklich ein
Verbum yogur — yacer voraussetzt. Eine solche Form lässt sich
nur durch Einfluss des starken Perfectes erklären; ich wüsste aber
nicht, dass ein anderes Beispiel dieser seltsamen Erscheinung vorhanden
wäre.
Manche Wörter haben eine Form, die mehr den französischen als
den spanischen Lautgesetzen entsprechen: so championes = campeones
XXV, 18; contrengete—constr. XXIV, 3 I; losenja=lisotija XIX,
45; rosados = rociados 1,43; trasuar 1,111 und saluar XXII, 39 mit
*) Derselbe (a. a. 0., S. 297 und in der Conquista de Ultramar, S. 442) betont auch
tanjo (tetiyit), als ob es ein schwaches Perfectum von tancr wäre; die richtige
Form ist aber wohl tanxo (so werden die Handschriften haben) tanjo; vgl. Poema
del Cid, V. 1681 und Berceo, Vida de S. Oria, Cop. 144. Und wenu Gayangos
wieder in der Conqu. de Ultr. S. 482 und 56!> fujo betonl, so ist auch hier vielmehr
ein starkes Perfect füxo fujo anzunehmen; vgl. die Schreibung fusso bei
Berceo, Vida de San Millan, Cop. 122.