Darier und Romanen.
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in der man nicht ein Wort aufbrächte, das bei völlig schrankenloser
Vermutung in den beiden Namen Geten und Italien irgend einen Sinn
zu erschlossen vermöchte. Und als oh damit etwas getlian wäre!
So könnten die indianischen Huronen einmal zu Franzosen erklärt
werden, weil sie einen französischen Namen tragen •).
Derselbe Schriftsteller und nach ihm Hene s ) verfällt auch auf
die Behauptung, dem Griechischen eine bedeutende Stelle in der
getischen Sprache anzuweisen, so dass diese eine Mischung ureinheimischen
und hellenischen Sprachschatzes sei. Dafür soll ihm Ovid
ein Zeugnis ablegen. Allein Ovids zufällige und obenhin gehende
Bemerkungen beziehen sich nicht auf die Geten, am allerwenigsten auf
die Dacier, die er gar nie nennt, sondern aufseinen Aufenthaltsort, die
griechische Stadt Tomis und etwa auf die kleineren nachbarlichen
Colonien am Pontus, welche durch das stete Drängen der Barharenvölker
und den immerwährenden Umgang mit ihnen, die Beinheit
ihrer Sprache gänzlich verloren hatten, wenn Ovids feingeübtes Ohr
nicht etwa zu übertreiben geneigt war. Er klagt, dass die grajische
Sprache vom getischen Schalle erdrückt sei 3 ). Hier ist aber nur von
einer Verderbnis des griechischen Dialektes in Tomis, doch von
keiner Aufnahme des Griechischen hei den Geten selbst die Bede.
Wenn die beiden Gelehrten in der Motivierung ihrer Ansichten
schon zu viel Dilettantismus verratlien, so lässt einer der Nachfolger
jede Besonnenheit vermissen. In den Vorlesungen des berühmten
A. Mickiewicz erreicht die panslavistische Grundidee eine der leidenschaftslosen
Wissenschaft überaus nachtheilige Ausführung. Wir
sind bald orientirt. „Selbst der Name Moesien“ äussert er „ist der
slavischen Sprache entlehnt und bedeutet kurzweg das Land der
Männer. Die Slaven nannten sich unter einander gewiss meze, muze,
mize d. h. Männer; die Griechen verwandelten dies in Mysos, die
Römer in Moesii. Ebenso auch der Name Pannonien; er kommt her
von dem slavischenWorte Pan und bedeutet ebensoviel als Panowanie,
Panstwo, die Herrschaft, das Dominium eines Herrn, was den Fremden
1 ) Von hure, (las einen Wildschweinskopf bedeutet, mit Rücksicht auf ihren
Kopfschmuck.
3 ) Beiträge zur dacischcn Geschichte Hermannstadl 1836.
3 ) Trist. V, 2, 68 Grajaquc quod Getico vie.ta loquella sono est und V, 7, 51.
paucis remanent Graecae vestigia, — Haec quoque iam Getico barbara
facta sono.
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