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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 53. Band, (Jahrgang 1866)

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M  a  a  s  s  e  n

Iien,  die  in  Handschriften  Oberitaliens  häufig  vorkommt.  Ich  werde
sie  nach  der  ältesten  unter  diesen,  dem  Cod.  LXXXIV.  s.  IX.  der
Capitelsbibliothek  zu  Novara  (s.  u.),  beschreiben.
*  Cod.  125  s.  X.  nach  Merkel,  s.  XI.  nach  Mansi.
Die  Handschrift  beginnt  mit  der  „Breviatio,  canonum“  (so
Mansi)  des  Cresconius  unter  dem  Titel  Concordia  canonum.  Auf  diese
folgt  die  Dionysio-Hadriana,  der  das  Verzeichniss  der  Concilien,
deren  Canonen,  und  der  Päpste,  deren  Decrete  sie  enthält,  vorhergeht. ­
  Auf  dieses  Verzeichniss  folgen  einige  Pönitentialcanonen,  die
Mansi  Suppl.  T.  I.  col.  337  und  Mansi  T.  XII.  col.  231  nach  dieser
Handschrift  hat  drucken  lassen.  Die  Decreta  Gregorii  junioris  fehlen.
Mansi  T.  I.  p.  XV.  bemerkt:  „Ab  hac  collectione  distincta  sequuntur
.  Silvestri  papae,  Liberii  et  Sixti  apocrypha“.  Da  derselbe
T.  II.  col.  619  i.  m.  zu  dem  Constitutum  Silvestri  bemerkt:  „Dantur
variantes  ex  ms.  Lucensi  saec.  XI.“,  so  ist  unter  dem  eisten  jener
apokryphen  Stücke  olfenbar  das  Constitutum  Silvestri  zu  suchen.
Die  folgenden  Stücke  aber  sind,  wie  ich  nicht  zweifle,  die  häufig  mit
diesem  verbundenen  Gesta  Liberii,  Gesta  de  Xysti  purgatione,  und
vielleicht  auch  die  Gesta  synodi  Sinuessanae,  die  ich  stets  mit  den
beiden  ersteren  gefunden  habe.  Es  folgen  noch  die  Canonen  von
Chalcedon  in  der  Versio  prisca,  die  Epistola  canonica,  die  Mansi
Suppl.  T.  I.  col.  817  nach  dieser  Handschrift  hat  drucken  lassen,  die
Canonen  von  Laodicea  in  der  isidorischen  Version,  einige  afrikanische
Canonen,  und  zum  Schluss  das  römische  Concil  des  Papstes  Zacharias ­
  vom  Jahre  743,  welches  Mansi  T.  XII.  col.  381  sq.  nach  dieser
Handschrift  edirt.  hat.  Da  Mansi  T.  IX.  col.  56  sq.,  50  sq.  aus  derselben ­
  Handschrift  Varianten  giebt  zu  den  Decretalen  des  Vigilius,  die
bei  Jaffe  unter  den  Nummern  609  und  610  angeführt  werden,  so  hat
Mansi  in  seiner  Beschreibung  der  Handschrift  nicht  alle  in  ihr  vorkommenden ­
  Stücke  genannt.  Die  Handschrift  scheint  nach  den  Decreta ­
  Hormisdae  dieselben  Stücke  zu  enthalten,  wie  der  Cod.  Epored.
74  (s.  o.).
*  Cod.  490  (ol.  89).
Dieser  Miscellaneodex  ist  von  verschiedenen  Händen  geschrieben,
die  nach  Mansi  dem  Zeitalter  Karl's  des  Grossen  angehören.  Am
Rande  eines  Blattes  steht:  A  resurrectione  Domini  nostri  Jesu
            
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