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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 53. Band, (Jahrgang 1866)

Bibliotlieca  Latin»  juris  canonici  nianuscripta.

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Sammlungen  bietet,  in  dem  ersten  Theile  nicht  die  Resultate  eigener
Untersuchungen,  sondern  nur  eineC-  mpilation  aus  fremden  Forschungen ­
  gebe.  Die  Erklärung  liegt  darin,  dass  für  die  römischen  Bibliotheken ­
  die  Forschungen  eines  Mannes  vorliegen,  der  wie  wenige  zu
diesem  Zwecke  ausgerüstet  war.  Allerdings  hat  Pietro  Ballerini
weder  ein  vollständiges  Verzeichniss,  noch  überhaupt  ein  Verzeichniss ­
  der  römischen  Handschriften  von  Uanonensammlungen  gegeben.
Er  hat  mit  seinem  Bruder  die  von  ihm  untersuchten  Handschriften
als  Quellen  ihres  gemeinsamen  Werkes  über  die  alten  Canonensammlungen
  und  als  Hülfsmittel  für  ihre  Ausgabe  von  Leo's  Briefen  benutzt.
Es  ist  nicht  zu  bezweifeln,  dass  eine  aufs  neue  unternommene  Exploration ­
  der  römischen  Bibliotheken  manches  von  ihnen  nicht  gekannte
oder  doch  nicht  genannte  Manuscript  ergehen  würde.  Ich  bin  schon  jetzt
im  Stande,  nicht  wenige  Handschriften  aus  den  Nachrichten  anderer
zu  verzeichnen,  die  von  ihnen  nicht  erwähnt  werden.  Ebenso  halte  ich
es  nicht  für  unwahrscheinlich,  dass  eine  wiederholte  Untersuchung  der
von  ihnen  benutzten  Handschriften  Ergänzungen  und  auch  Berichtigungen ­
  ergehen  würde.  Aber  ich  habe  die  Überzeugung,  dass
eigentlich  Entscheidendes  ihnen  nicht  entgangen  ist.  Nach  reiflicher
Erwägung  des  Für  und  Wider  hat  es  mir  daher  geschienen,  dass  die
Maxime  der  Theilung  der  Arbeit  hier  anwendbar  sei.  Ganz  anders
verhält  es  sich  mit  den  systematischen  Uanonensammlungen  nach
Pseudoisidor  und  mit  den  Sammlungen  und  der  Literatur  der  Glossatorenzeit.
  Hier  ist  die  Exploration  der  Vaticana  von  selbst  geboten.
Auch  für  die  spanischen  Bibliotheken  werde  ich  nur  eine
Zusammenstellung  der  Nachrichten  anderer  geben  können.  Was  diese
Bibliotheken  ausser  den  Handschriften  der  Hispana  an  Canonensammlungen
  bieten,  ist  nach  allem,  was  vorliegt,  von  untergeordneter  Bedeutung. ­
  Handelte  es  sich  um  eine  neue  Edition  der  spanischen
Sammlung,  so  wäre  eine  Vergleichung  der  in  Spanien  befindlichen
Mauuscripte  dieser  Sammmlung  natürlich  unvermeidlich,  um  so  mehr,
als  die  ausserhalb  Spaniens  befindlichen  fast  alle  einer  andern  Gasse
augehören.  Für  die  Zwecke  meines  Unternehmens  habe  ich  mich  mit
den  Nachrichten  von  Perez,  Loaisa,  Gonzalez,  de  Ia  Ser  na
Santander  u.  a.  begnügen  zu  dürfen  geglaubt.
Die  längste  Zeit  habe  ich  für  die  Cauonensammlungen  vor
Pseudoisidor  der  Pariser  kaiserlichen  Bibliothek  gewidmet.  Allerdings
sind  die  Schätze  dieser  Bibliothek  für  den  Zweck  der  Edition  von
            
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