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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 53. Band, (Jahrgang 1866)

Commiss  ionsbericht.

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Handschriften),  sententiae,  und  von  Orosius.  Aus  dem  11.  Jahrhundert ­
  von  Augustinus  de  musica,  Bo  et  ins  de  musiea  und  von
Optatians  Panegyricus  auf  Constantinus;  schliesslich  eine  Reihe
von  Canoneshandschriften  aus  dem  9.  und  10.  Jahrhundert.
Von  den  Bibliotheken  der  Lombardei  verdient  noch  die  Quiriniana
in  Brescia  hervorgehohen  zu  werden.
Gegen  Ende  December  vorigen  Jahres  wurde  die  Untersuchung
der  Vaticana  fortgesetzt,  indem  mit  der  Durchforschung  der  reichsten
unter  den  Sammlungen,  aus  welchen  die  Vaticana  im  weiteren  Sinne
besteht,  der  eigentlichen  Vaticana  nämlich  (über  8000  Handschriften) ­
  begonnen  wurde.  Die  Inventarisirung  des  ältesten  Fonds  derselben, ­
  welcher  mehr  als  5Q0  patristische  Handschriften  enthält,  ist
beendigt,  ebenso  wurde  ein  Theil  der  späteren  Erwerbungen  bereits
durchsucht.  Die  Resultate  waren  indessen  nicht  so  bedeutend,  als
man  nach  der  Zahl  der  Handschriften  erwarten  sollte.  Es  ist  Hoffnung
vorhanden,  dass  bis  zum  Schluss  des  Vaticans  (Ende  Juni),  vorbehaltlich ­
  der  bei  Mangelhaftigkeit  der  vorhandenen  Verzeichnisse
unerlässlichen  Superrevision,  die  Aufnahme  der  ganzen  Vaticana  beendigt ­
  sein  wird;  es  erübrigt  nämlich  nur  noch  ein  Theil  der  eigentlichen ­
  Vaticana  und  ausserdem  die  Urbinas  und  die  Ottoboniana,
beides  Bibliotheken,  welche  für  die  patres  voraussichtlich  wenig
ergiebig  sein  werden.
Endlich  wurden  von  den  kleineren  römischen  Bibliotheken,  ausser
den  schon  früher  erwähnten,  die  Angelica,  Chisiana,  Corsiniana  untersucht, ­
  die  aber  keinen  nennenswerthen  Ertrag  lieferten.
Ununtersucht  blieben  bis  jetzt  von  den  Bihliolheken  Habens  die
Bibliotheken  von  Pistoja,  Parma,  Modena,  Ravenna,  Cesena.  Pesaro
nördlich  von  Rom,  südlich  von  Rom:  Monte  Cassino,  Neapel  und
Lacava.  Die  Untersuchung  dieser  Bibliotheken  wird  aller  Wahrscheinlichkeit ­
  nach  nur  wenige  Monate  in  Anspruch  nehmen.
Soweit  die  Mittheilungen  Reifferscheid's.  Es  erübrigt  noch  zu
erwähnen,  dass  die  im  vorigen  Jahresberichte  besprochenen,  von
Professor  Dr.  Halm  entworfenen  Verzeichnisse  patriotischer  Handschriften ­
  in  den  Bibliotheken  der  Schweiz,  nebst  einigen  kritischen
Beiträgen  desselben  Gelehrten  in  dem  Maihefte  des  Jahrganges  1865
der  Sitzungsberichte  im  Druck  erschienen  sind.  Ferner  ward  auf
Antrag  der  Commission  durch  den  von  der  Gesammtakademie  in  ihrer
Sitzung  vom  5.  April  1866  genehmigten  Beschluss  der  Classe  mit
            
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