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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 53. Band, (Jahrgang 1866)

Die  römischen  Bibliotheken.

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Stellen  sind  zum  Zwecke  der  Ergänzung  Blätter  eingebettet,  offenbar
um  zur  Ausfüllung  der  Lücken  zu  dienen.  Von  diesen  sind  die  des
achten  Quaternio  palimpsest,  und  enthalten  gleich  dem  ebenfalls  zur
Ergänzung  bestimmten  Blatt  in  der  Schrift  des  Hieronymus  (vgl.  die
Beschreibung  S.  111)  Fragmente  der  Institutionen  Justinians  cf.
Goeschen,  praef.  ad  Gaium  p.  lxvi.  Die  zuletzt  bezeiclmete  Lücke
ist  von  einer  Hand  des  zehnten  Jahrhunderts  (vielleicht  des  9.  —10.)
ausgefüllt.  Es  lässt  sich  wohl  daraus  schliessen,  dass  auch  die  zur
Vervollständigung  des  Sulpicius  Severus  bestimmten  Blätter  in  derselben ­
  Zeit  eingeheftet  worden  sind,  ohne  dass  hier,  da  sie  leer
geblieben  sind,  die  beabsichtigte  Ergänzung  zu  Stande  gekommen
wäre.  Derselben  Zeit  gehört  die  Hand  an,  welche  in  dem  Codex  an
vielen  Stellen,  wo  die  alte  Schrift  dem  Erlöschen  nahe  war,  die  Züge
nachgefahren  hat.  Dies  ist  mit  der  grössten  Unwissenheit  und  Unbedachtsamkeit, ­
  offenbar  nicht  nach  Vorlage  eines  anderen  Exemplars,
geschehen.  Zum  Glück  lässt  sich  an  fast  allen  Stellen  unter  den
Autoscliediasmen  des  Bestaurators  noch  die  echte  Überlieferung  erkennen. ­
  —  Beiläufig  bemerke  ich  noch,  dass  am  Schlüsse  des  Briefes
an  Desiderius,  nicht  honorum,  wie  del  Prato  und  ich  angegeben
haben,  in  der  Handschrift  steht,  sondern,  wenn  man  schärfer  zusieht,
das  richtige  bonorum.
Nachtrag  zu  dem  Bericht  über  die  Sessoriana.
S.  113.  Ausser  dem  Sessorianus  enthält  noch  der  auch  Mai
(1.  c.  p.  VII)  schon  bekannte  Ambrosianus  D  37  Sup.  s®c.  XV.  die
Schrift  des  Apponius  vollständig.
S.  124.  f.  169  —  176  sind  palimpsest  und  enthalten  Fragmente
(ssee.  VI—VII)  von  Plinius  hist.  nat.  24  und  23.  Von  diesen  sind
f.  169,  170,  173,  176  schon  mit  Reagentien,  aber  nicht  besonders
geschickt  behandelt.  —  fol.  171  ist  im  Jahre  1849  verloren  gegangen, ­
  vgl.  Mai  P.  N.  B.  224.  —  fol.  170 b  scldiesst:  ut  sequamur
uestigia  eins  et  utiq,  ip  (der  Rest  der  Zeile  ist  zerstört);  fol.  172
beginnt  iudaeas  festinat  et  vigilat  ad  templnm  paganus.  Das  Ende
des  vorhergehenden  Sermo,  und  der  Anfang  des  Sermo,  von  welchem ­
  auf  fol.  172  der  Schluss  erhalten  ist,  sind  verloren  gegangen.
Den  letztem  hat  Mai,  als  der  Codex  noch  vollständig  war,  abgeschrieben ­
  und  herausgegeben  in  Spicil.  Rom.  VIII,  722  (wiederholt
P.  N.  B  1.  c.).
            
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