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R o p s I e r
die Übereinkunft solcher Nnmen an verschiedener Stelle als blosses
Spiel des Zufalls abzufertigen; die skythischen Vir ca und Axai,
thrakischen Tirai und Aaot, deutschen Gothen und Dänen bezeugen
die Möglichkeit wahrhafter Völkerverwandtschaft in den entlegensten
Strichen.“ Hieraus wie aus anderen Stellen ergibt sich die
Ansicht, dass Grimm die asiatischen Axxi und die europäischen
Dacier für Verwandte, für Abkömmlinge eines und desselben Urstammes
hielt. Seine Gründe sind keine anderen als die Ähnlichkeit
der Namen und das Zusammentreffen von Mxxaxyerat und
A«ai am kaspischen Meere und der Fet-sci und Ady.cn am schwarzen
Meere. Zwar sollen noch andere Citate diese Ansicht stützen <).: diese
aber beweisen nur das Vorkommen des Namuns Dahae bei verschiedenen
der alten Prosaisten und Dichter. Was ich gegen diese
Bemerkung J. Grimms einwende, ist: i. Das Alterthum hat Massageten
und Geteu nicht zusammengestellt, weil es mit Recht auf Gleichklänge
keinen so übermässigen Nachdruck legte. 2. Bleibt auch nach
Grimm der Beweis noeh zu führen, ob die Sylbe -yir«i in Mxvvxyirxi
irgend welchen inneren Zusammenhang mit Versa habe. 3. Es ist wahr,
die Dacier heissen auch Axoi, und diese Namensform kommt der von
Adxi überaus nahe. Was folgt jedoch zunächst daraus? Dass es zwei
ähnliche Völkernamen mehr gibt, die zu verwechseln man sich hüten
muss. Denn Aao>. entsprang durch Ausfall von ■/., Axxt jedoch durch
Ausfall von 7 2 ). Und nun sind die Formen nicht mehrso leicht zu verwechseln
: \xv.v. und Axix.i. Dass dem aber so ist, bezeugt der von
Grimm oft gebrauchte Stephanus ausdrücklich. Darum verwenden
auch die Römer die Form Da/tae == Dasae. Bei der wichtigsten Anführung
aber ist Grimm ein auffallendes Versehen begegnet. Er verweist
auf Lucan. II, 296 Dahas, Getasque „wobei das einfache
Getae = Massagetae nicht zu übersehen ist“. (?) Der ganze angezogene
Vers lautet : 0 Superi, motura Dabas s ) ut clade, Getasque . . .
Daraus folgt nun weder dass die Dahae neben den Geten wohnten,
dass Dahae und Geten dem Dichter für verwandt galten, noch
dass er Dahae für Daci gebraucht ? Denn es war zu bekannt,
') Hcrodof I, 126, Liv. 35, 48. Plin. 6, 17 Stroh. 511 ti. s. w.
-) Ste phanus. Aaai, SxuAixiv eAvoc• slai de vop.aösc. Xe'/ovtat xai Aäuai psra
tov ä. Dieses s wird auch bezeugt durch den persischen Landschaftsnamen:
DaAestän.
3 ) Nach einer falschen Lesart auch Dacas.