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Schere r
als Zeugen bei ihren Schenkungen erscheinen, erwies sich nicht als
sonderlich ergiebig.
Williram sah sich daher ganz und gar auf die Hilfsquellen angewiesen,
welche sein eigner Geist zu eröffnen verstehen würde. Und
wenn ihm auch ein Propst zur Seite stand, der bei der Direetion der
Klosterwirtschaft Hilfe leistete, so wird diesem doch ohne Zweifel
vorzugsweise der geistlose und mechanische Teil der Administration
zugefallen sein, der im regulären Gange der Geschäfte stets gleichmässig
wiederkehrte.
Das Princip, auf welches die Verbesserung der materiellen Lage
von Klöstern und Stiftern gestellt war, bestand in der Umsetzung des
Gebrauchswertes der idealen Güter, welche die Kirche spendet, in
den greifbaren Tauschwert reeller Sachgüter. Die Kirche stellt
gleichsam einen Wechsel auf die ewige Seligkeit aus und bringt ihn
je nach den veränderlichen Umständen des geistigen Marktes zu
höheren oder niedrigeren Preisen an den Mann. Und zwar ist die
Steigerung der Nachfrage wesentlich der Tätigkeit jener anheimgegeben,
von denen das Angebot ausgeht und denen die Vermehrung
des Bedarfes zu gute kommt.
Für alle Einwirkung auf die Gesinnung der Menschen gibt es
kein wirksameres Mittel als das lebendige Wort. Die bedeutenden
Erfolge der Williramschen-Verwaltung müssen wir nicht am wenigsten
der oft geübten Kunst der Überredung zuschreiben.
Wie dem König Heinrich IV. gegenüber haben wir Williram
ohne Zweifel in seinem näheren Kreise unablässig heischend und begehrend
zu denken. Die Predigt der Zeit bot willkommene und leicht
zu handhabende Werkzeuge, mit welchen die frommen und selbst
rauhere Gemüter zu dem erwünschten Ziele gelenkt werden konnten.
Besass sie nicht eine ganz besondere Virtuosität in der Ausmalung
des künftigen Lebens, der himmlischen Seligkeit? Weit kräftiger
aber wird sich die Schilderung der Höllenqualen erwiesen haben.
Furcht vor den drohenden Strafen ist der Hauptbebel der damaligen
christlichen Sittlichkeit. Todesfurcht und welche schreckliche zweifelnde
Gedanken daran hangen, treibt am mächtigsten zu guten
Werken. Und unter den guten Werken obenan steht die Bereicherung
der todten Hand.
Durchmustern wir die Vergabungen, welche zu Gunsten von
Ebersberg unter Williram gemacht wurden, so finden wir das Seelen-