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Schere r
ihm in seinem persönlichen Verhalten zu den Dingen der Gegensatz
sich aufdrängte zwischen der belebten Gegenwart von Bamberg und
der todten Vergangenheit, in der man zu Ebersberg sich ergieng?
Höchstens Ekberts Regiment, wäre es von längerer Dauer gewesen,
hätte dem Kloster diesen Charakter des Ruinen- und Greisenhaften
abstreifen und die Aufgabe lösen können, welche nun
Williram Vorbehalten blieb. Williram war keine schwärmerische,
nicht einmal eine contemplative Natur. Das anteilsvolle Verweilen
auf der Vergangenheit um ihrer selbst willen, lag gewiss nicht
in seinem Wesen. Und überdies bedurfte die Gegenwart und der
engste und nächste Kreis, in den er hineingestellt war, seine volle
und ungeteilte Aufmerksamkeit. Selbst seine litterarischen Velleitäten
scheinen vorerst ganz zurückgetreten zu sein hinter der unablässigen
Sorge und Arbeit, die jeder neue Tag herausforderte.
Ich habe den Hintergrund seines Bewusstseins zeichnen wollen,
von welehem die künftige Tätigkeit sich abhob. Wir wissen so
wenig von Williram, dass die teilweise Reconstruction seines mutmasslichen
Gesichtskreises wohl erlaubt scheinen durfte.
Die Lage von Ebersberg wird nach verschiedenen Seiten hin
nicht blühend und glänzend gewesen sein. Wie uns Ekbert geschildert
wird, als ein durchgreifender strenger Herr, und wie wir ihn
versetzt sehen von Kloster zu Kloster, scheint er einer jener Zuchtmeister,
deren Einsetzung einer Congregation nicht gerade das
Zeugniss ausstellt, dass sie sich der Regel des heil. Benedictus sehr
conform gehalten habe. Auch in diese Function trat Ekberts Nachfolger
ein, wir zweifeln nicht, dass er bald an das erwünschte Ziel
gelangte, wenn wir auch aller directen Zeugnisse darüber entbehren.
Viel misslicher und schwerer zu überwinden und zu verbessern
war die materielle Lage des, an dem Massstabe von Fulda oder Bamberg
gemessen, äusserst armen und dürftigen Klosters.
Gleich der Gründung lag auch das Wachstum von Ebersberg
ein Jahrhundert lang fast ausschliesslich in den Händen der Ebersberger
Grafenfamilie. Der Freigebigkeit Anderer verdankte es während
derselben Zeit, nach einer ungefähren Berechnung, kaum viel
mehr als fünfzehn Mansen. Dieser bleibende Rückhalt und die sichere
Förderung, welche er gewährte, verschwand mit dem Jahre 104ä.
Ein einziges constantes Verhältniss kam, als Erbschaft der Grafen von
Ebersberg gleichsam, auf ihre Stiftung: das Verhältniss zu dem Priester