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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 53. Band, (Jahrgang 1866)

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Scherer

die  zwei  folgenden  Bücliertitel  gehören  noch  unter  Ascelin,  also  müssen ­
  sie  übersprungen  und  die  Bemerkung  mit  den  an  jene  sich  anschliessenden ­
  Büchern,  die  Abt  Walther  erwarb,  in  Verbindung  gesetzt
werden.
Wir  sind  aber  nun  zu  dem  Schlüsse  berechtigt,  dass  diese  Bemerkungen, ­
  wahrscheinlich  auf  dem  oberen  Bande  der  einzelnen
Seiten  des  Bücherkataloges  eingetragen,  alle  ihre  Weisheit  aus  den
Randnoten  über  die  Regierungszeit  der  Äbte  schöpfen,  und  diese
Weisheit  nicht  einmal  mit  Verstand  verwerten.  Der  Flüchtigkeit
des  Verfahrens,  nicht  besserer  Kenntniss  muss  auch  wohl  das  Jahr
1057  statt  1058  zugerechnet  werden.
Somit  zerfällt  die  genauere  Datierung  der  Leydener  Handschrift
in  nichts.  Und  nur  so  viel  können  wir  festkalten,  dass  sie  in  der
zweiten  Hälfte  des  11.  Jahrhunderts  geschrieben  und  mit  anderen
Producten  der  südlicheren  Litteratur,  den  Werken  des  Ratlier  von
Verona  („Item  Racherius“  gibt  der  Katalog),  dem  Waltkarius,  in  die
Bibliothek  von  S.  Egmond  gekommen  ist.
Aber  was  bedürfen  wir  der  Leydener  Handschrift:  gibt  uns  die
Breslauer  nicht  Anhalt  genug?  sie  „kann  etwa  in  den  Jahren  1040
bis  1047  geschrieben  sein“,  bemerkt  Hoffmann 1 ).
Williram  wird  in  der  Überschrift  der  Breslauer  Handschrift
Babinbergensis  scholasticus,  Fuldensis  monaehus  genannt,  nicht
abbas  Eberespergensis.  Es  liegt  nahe  aus  dem  Nicht  ein  Nocbnieht
zu  folgern,  und  an  die  Stelle  des  Etwa  würde  in  Hoffmanns  Bestimmung ­
  ein  Nur  getreten  sein,  wüssten  wir  irgend  genauer,  um
welche  Zeit  Williram  Schulvorsteher  in  Bamberg  wurde.  Sehen  wir
zu,  oh  die  naheliegende  Folgerung  auch  eine  unbedingt  berechtigte
ist.  Erwägt  man  die  allgemeine  Billieliung,  die  sie  gefunden  hat,  und
die  weiteren  Folgerungen,  die  daraus  mit  Zuversicht  gezogen  worden, ­
  so  sollte  man  es  fast  meinen.

Und  wenu  Wackernagel  Litteralurgesehichte  §.31  n.  1  dies  dahin  formuliert:  »Die
Handschriften  des  Werkes  gehen  bis  1040  zurück“,  so  schliesst  Gervinus  1,  104
ganz  folgerecht:  dass  Williram  schon  vor  1040  geschrieben  haben  müsse.  —  In
seiner  Subscriptionseinladung  vom  2.  August  1824  hatte  sich  Hoffmann  noch
bestimmter  ausgedrückt:  „Die  Breslauer  Hs.  gehört  dem  Zeiträume  1040—1047
an.  wo  Williram  sich  noch  als  Mönch  in  Fulda  aufhielt c :  er  scheint  anzunehmen,
dass  W  illiram  zuerst  Scholasticus  in  Bamberg  gewesen  und  erst  1040  Mönch
zu  Fulda  geworden  sei.
            
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