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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 53. Band, (Jahrgang 1866)

Lehen  Willirams,  Abtes  von  Ebersberg  in  Baiern.  245
beantworten,  welche  davon  noch  in  die  Verwaltung  Willirams
fallen.
Willirams  Nachfolger  Rudpert  hat  uns  in  Tr.  9  ein  Verzeichniss
der  ihm  geglückten  Vermehrungen  des  Besitzes  von  Ebersberg
hinterlassen.  Die  Vergleichung  desselben  mit  den  fraglichen  Nummern
des  Cod.  trad.  setzt  uns  in  den  Stand,  ihm  mit  Sicherheit  die  Tr.  156
bis  160.  162.  163.  165—167.  170.  171.  173-175  zuzuweisen.
Von  164  und  168  unterliegt  es  aus  dem  Zusammenhänge  mit  vorhergehenden ­
  Nummern  keinem  Zweifel,  dass  sie  dem  Rudpert  gleichfalls ­
  gehören:  von  161  machen  dasselbe  die  Zeugennamen,  von  172
der  Name  der  Geberin  wahrscheinlich,  wenn  man  ihre  Wiederkehr
in  anderen  Rudpertschen  Traditionen  erwägt.  Spricht  dann  für  die
isolierte  Tr.  169  die  gleiche  Vermutung,  so  erhalten  wir  von  162
bis  175  eine  zusammenhängende  Masse  unter  Abt  Rudpert  dem  Kloster
gemachter  Schenkungen.
Tr.  123  nennt  selbst  den  Rudpert  mit  Namen.  Der  miles
Uodalricus  von  124  erscheint  wieder  in  der  nach  Ausweis  des  Verzeichnisses ­
  Rudpertschen  Tr.  14.  Tr.  125  weisen  schon  die  Zeugennamen ­
  und  Tr.  126  der  Zusammenhang  mit  125  in  denselben  Kreis.
Ausserdem  dürfte  die  Erwähnung  des  Gutes  Wedarmingen  in
dem  Verzeichnisse  auch  die  Tr.  134  und  146  oder  wenigstens  eine
von  beiden  für  Rudpert  in  Anspruch  nehmen,  und  vielleicht  würde
durch  146  die  ihr  folgende  Tr.  147  naehgezogen,  weil,  wenn  ich
nicht  irre,  nur  in  diesen  beiden  die  Formel  pro  mercede  domini  das
Motiv  der  Vergabung  ausdrüekt.
So  schränkt  sich  unsere  Frage  auf  die  Tr.  127—133.  135  bis
145.  (146.  147?J  148—155  ein.
Tr.  128  verweist  auf  Tauschverträge,  welche  wir  im  Lib.  eonc,
15.  17.  18,  und  zwar  unter  Williram  wiederfinden.  Die  Tr.  137.
151.  155  bezeichnen  Williram  mit  Namen,  und  zwar  schenkt  151
die  Priesterfrau  Hiltgund  nach  dem  Tode  ihres  Mannes  Gunduni:
daher  müssen  die  Tr.  135.  136,  in  denen  er  noch  lebt,  gleichfalls
unter  Willirams  Verwaltung  fallen.
Für  die  Datierung  der  übrigen  nun  noch  zweifelhaften  Traditionen ­
  haben  wir,  so  viel  ich  sehe,  keinen  anderen  Anhalt,  als  den
etwas  schwachen  der  Zeugennamen.
Ein  Unfreier  des  Klosters,  Namens  Gozprecht,  Mann  der  Gotini,
Vater  von  sechs  Söhnen,  erscheint  in  ungefähr  dreissig  Urkunden
            
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