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Scherer
derselbe wäre wie der eben erwähnte Ulrich, so wäre Verschwägerung
der beiden Familien und dass die Chuniza einem Steinhart vermählt
gewesen sei, anzunehmen.
Abgesehen von den vorstehenden Erörterungen, welche Williram
von einer aufgedrungenen Verwandtschaft befreien sollten, so halten
wir fest, dass die Nrn. 1 — 14 dem eigentlichen Traditionsbuche das
Nr. IS mit einer Vorrede beginnt, nur vorgeschoben seien.
Zu einer weiteren Scheidung verhilft uns die Unterbrechung
des Cod. trad. durch den Lib. concamb. vor Nr. 122 oder 123. Die
Traditionen IS — 122 und die Concambien 1 — IS machen ein
durch mehr oder minder einheitliche Redaction zu Stande gekommenes
Buch aus, dessen Abschluss unter Williram keinem Zweifel unterliegt.
Wenn ich mir nach Oefeles Angaben eine richtige Vorstellung mache,
so schlossen sich in der Vorlage, aus welcher die uns erhaltene
Abschrift des ganzen Cod. trad. und Lib. conc. geflossen ist, die
Concambien unmittelbar an die Traditionen, so dass nur jene durch
weitere Eintragungen fortgesetzt werden konnten. Die ferneren
Traditionen mögen auf einzelnen zum Teil gehefteten Blättern beigegeben
worden sein. So erklärt es sich wie die Williramschen und
Rudpertschen Traditionen in einander gewirrt wurden; herausgefallene
Blätter waren, wofern nicht verloren, vorne eingelegt.
Zu dem ursprünglichen einheitlichen Traditionsbuch ist die Vorrede
geschrieben. Ich halte Williram für ihren Verfasser und ihn mithin
für den Veranstalter der Sammlung, der die Scheidung von Traditionen
und Concambien vornahm und Alles in die Ordnung brachte,
in der Avir es sehen. Auf die selbständige theologische Gelehrsamkeit
die sich in dem Vergleich der Gründung Kloster Ebersbergs mit
den lapidibus in titulum erectis des Patriarchen Jacob (Genesis 28,
18. 31, 45) kundgibt und dass Williram in der Paraphrase des
HL. XXIX, 18 Hoffin. sich desselben Vergleiches in anderem Sinne
bedient, darauf will ich nicht allzu grosses GeAvicht legen. Auch
spielt er in der Paraphrase bestimmt auf die Stelle Genes. 31, 45 an,
in der Vorrede schAvebt ihm eher Genes. 28, 18 vor: avo Jacob den
Stein, auf Avelchem er geträumt, als Mal setzt, ihn Gotteshaus nennt
und den Zehnten verspricht.
Aber allerdings kommt zu envägen, dass sich keine Gründe
finden, Av r elche eine frühere Gesammtredaction wahrscheinlich machen.
Und hätte eine solche Vorgelegen, so Aviirde es Williram mit seinen