Leben Willirams, Abtes von Ebersberg' in Baiern.
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Bamberg S. 90): .aber es fehlt auch nicht an Bestätigung für das
ohnedies mit der grösseren Autorität ausgestattete Ebersberger
Datum, welche ein Nekrolog des Salzburger Domstiftes (Archiv für
Kunde österreichischer Geschiehtsquellen Bd. 28, S. 13), ein von
•Taffe mitgeteiltes Niederaltaicher Nekrolog und vor allem die Grabschrift
Willirams mit den Worten gewährt:
In nonis Iani mortis decreta subivi
Quae vivens nemo praeterit ullo modo.
Diese Worte, so wie das darauf folgende Schlussdistichon sind
dem von Williram seihst verfassten Epitaph von einem anderen, etwa
seinem Schüler, dem Abte Rudpert, angehängt.
Wir besitzen ein ausdrückliches Zeugniss für derartiges Zusammenarbeiten
des Verstorbenen mit einem Überlebenden.
Bischof Erchenbald von Strassburg (965—991) scliliesst seine
selbstverfertigte Grabschrift wie folgt:
Qui post me maneas venientes adde kalendas
Prosa metnque pedes tune miclii consimiles.
Diesem Wunsche hat ein gewisser Johannes entsprochen, indem
er hinzufügte:
Idibus octobris ut obires corpore quivis
lussa tuasque preces scriptis depingo Johannes.
S. Böhmer Fontes Bd. 3, S. 4.
Wäre es nicht möglich, dass eben das Epitaph Willirams zu
diesem falschen Bamberger Datum Anlass gegeben hätte, dadurch
dass „in nonis“ als „in nonis“ verlesen wurde? Ebenso erklärt sich
die unrichtige Angabe der Historia Eberspergensis aus einem Lesefehler,
der iniani für maii nehmen liess.
Fragt es sich nun um die Entstehung des Ebersberger Todtenbuches,
so ist zunächst darauf aufmerksam zu machen, dass das
Calendarium, worin die Einzeichnungen vorgenommen, dem Bischof
Ulrich von Augsburg seinen Tag (III1. Non. Jul.) zuteilt, also doch
wohl dessen Heiligsprechung voraussetzt, mithin nach dem Jahre 993
abgefasst sein muss. Leicht denkt man dabei an die Verwaltung des
Augsburgers Reginbold.
Gewiss aber sind die Sterbetage der gräflichen Familie sowie
der Pröpste sorgfältig aufgezeichnet worden seit eine Collegiatkirche
zu Ebersberg bestand, oder mindestens seit der erste Stifter derselben,
Graf Eberhard, gestorben war. Dass es vorher an solchen