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bezeugen, zwei: einen Pulszi und — einen Leie. Hier haben wir
nun denselben Leli und den dritten: Sur. Wäre die Kenntniss der
Namen denkbar nach Verlauf einer längeren Zeit? Wir dürfen es mit
dem Liede sogar noch genauer nehmen: milites Eberhardi brachten
die Gefangenen nach Ebersberg. Nun hatten zwei Treffen mit den Ungarn
stattgefunden: das eine lieferte Otto selbst mit drei Heeresabteilungen
der Baiern, in dem andern waren die Böhmen dem
ersten Angriff erlegen und hatte Herzog Konrad von Franken die
günstige Entscheidung herbeigeführt. Bei den Böhmen wurde nach
den ann. Sangall. maj. Leli gefangen, wahrscheinlich ebendort Sur:
natürlich befand sich Eberhard bei der baierischen Armee, und die
Böhmen oder Franken werden den Transport ihrer Gefangenen selbst
besorgt haben. Ob sie wirklich von Augsburg aus den Umweg über
Ebersberg nahmen, um nach Regensburg zu gelangen ? Es wäre kein
vernünftiger Grund dafür abzusehen; denn von Verfolgung weiss das
Lied nichts und auch diese wäre schwerlich über Ebersberg gegangen.
Vielmehr: der Krieg ist aus, die Truppen zerstreuen sich nach ihrer
Heimat, ausser wer in der Nähe des Königs blieb, auch die Ebersberger
kehren zurück und machen sich das Vergnügen, an ihren Gefangenen
angesichts der Burg eine Execution in aller Form zu vollziehen.
Wir erkennen nun auch die Zutat und Erfindung des Dichters:
Er führte die Ungarfürsten über Ebersberg, damitWillibirg Gelegenheit
zu einem Witz bekomme. Um so verbürgter dann die Erschiessung
der Übrigen, die er für seinen Zweck gar nicht brauchte. Dabei
kann aber der Zweifel nicht unterdrückt werden, ob im Liede Eberhards
Name überhaupt erwähnt, und insbesondere ob Willibirg als
seine Schwester bezeichnet war: der Chronist mag diese genaueren
Bestimmungen hinzugefügt haben.
Doch kommen wir endlich auf das etymologische Gründungslied
selbst.
Die begonnenen Einfälle der Ungarn setzt es jedenfalls voraus.
Also wird nach dem Berichte im zehnten Jahrhundert eine Kunde zu
dem Cleriker Konrad an den Bodensee getragen von einem Eber ungewöhnlicher
Grösse, der Tage lang nicht gefangen werden kann und
endlich entkommt. Man erzählt das als etwas höchst auffallendes und
staunenswürdiges (so mag etwa der Sinn von fantasticus getroffen
werden), als ein Wunder. Wo steckt hier das Wunder? Unser Chronist
erzählt etwas mager, sein Interesse ruht auf der Prophezeiung,
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