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Schere r
Manch«» verwunderliche Angaben begegnen uns darin. Wo wir
des Verfassers eigene Quellen besitzen, wie bei der Darstellung des
wachsenden Besitzes von Ebersberg, erkennen wir in ihm einen kühn
und rasch combinierenden Manu, der aber keineswegs ebenso umsichtig.
bedacht und kenntnissreich wie kühn war. Ohne jede leiseste
Bemerkung des Zweifels teilt er unter Williram das Privileg mit.
welches Heinrich VI. im dritten Jahre seines Kaisertums dem Kloster
verlieh und das hei Hund, und zwar ebenfalls mit dem unrichtig
überlieferten Datum 1073, das den Historiographen irreleitete, gedruckt
steht.
Und was weiss er von der ältesten Geschichte Ebersbergs nicht
alles zu erzählen! Wir haben eine kürzere Chronik aus dem Ilten
Jahrhundert, eine längere aus dem 13ten: wie müssten in den Jahrhunderten,
welche seitdem verflossen waren, die Kenntnisse gewachsen
sein! Die zuverlässige Angabe des Traditionscodex setzt die
Gründung des Klosters in das Jahr 934: unser Anonymus läugnet das
nicht, besitzt jedoch Kunde von einer früheren eigentlicheren Gründung
schon Anno 911. Der Tod des ersten Pröpsten fällt auch ihm
ins Jahr 972, wenn wir ihm den sicher unwillkürlichen Fehler 973
corrigieren: aber er kann hinzufügen, dass derselbe bereits 940
seiner Würde entsagte. Abt Altmann regiert bei ihm wie bei den
Alten von 1001 bis 1043, aber nur 21 Jahre selbständig, die 23
ersten mit einem Administrator an der Seite, Und mit ähnlichen Erweiterungen
und Bereicherungen könnte ich Bogen Killen.
Wie kommt der Jesuit zu seiner Weisheit?
Die Zahlen der Regierungsjahre für die ersten sechs Pröpste
und Äbte sind folgende: Hunfrid 29, Dietker 21, Meginbold 18,
Günther 11, Reginbold 11, Altmann 23 und 21. Sieht man einen
Augenblick von dem fünften und sechsten Posten ab und fasst den
dritten und vierten in eins zusammen, so ist 18 -(- 11 =29 und
man erhält eine Reihe von merkwürdiger Regelmässigkeit: 29 -j- 21
-f- 29 -f- 21 = 30 -j- 30 = 100. Ich nehme nun als höchst wahrscheinlich
an, dass zu irgend einer Zeit irgend jemand, dem die. alten
echten Nachrichten im wesentlichen unbekannt waren, die Abtreibe
bis auf Altmann sich construierte wie folgt: Hunfrid 29. Dietker 21,
Meginbold 18, Günther 11, Altmann 21. Bei oberflächlicher Kenntniss
waren ihm vielleicht Meginbold und der ähnlich klingende Reginbold
in eins verflossen, oder es lag ihm das Ebersberger Nekrolog vor,